„Der christliche Glaube bewährt sich in gelebtem, erzähltem und erzählbarem Leben – oder er bewährt sich nicht.“ Wo bitte geht es zu einem mutigen, uneigennützigen und lebensnahen Religionsunterricht?

Unterricht in meiner 8. Klasse: Die Stunde beginnt. Während der Hinführung und der Motivationsphase sind noch alle Schülerinnen und Schüler beteiligt. Dann ist das Thema benannt, das Lehrbuch wird geöffnet. Nun wandern einige Blicke zum Fenster, in der letzten Reihe finden kurze Seitengespräche statt. Ich bemühe mich um ein klassisches Unterrichtsgespräch. Es herrscht kein demonstratives Desinteresse, aber Leidenschaft für den Unterrichtsgegenstand sieht anders aus. Dann plötzlch die Wende … Mehr „Der christliche Glaube bewährt sich in gelebtem, erzähltem und erzählbarem Leben – oder er bewährt sich nicht.“ Wo bitte geht es zu einem mutigen, uneigennützigen und lebensnahen Religionsunterricht?

„Du sollst nicht töten!“ Die Geschichte zweier mutiger Hebammen, die das verstanden hatten, als noch ein anderes Gesetz galt. Gedanken zur biblischen Geschichte von Mose (2)

So lautet das Gesetz des Pharao in der ägyptischen Gefangenschaft: „Die Knaben müssen sterben, die Mädchen dürfen leben!“ Ausgerechnet die Hebammen sollen die Ermordung durchführen. Zweien von ihnen, die sich dem Gesetz des Todes mit Mut und einer klugen Notlüge widersetzen, hat das 2. Buch Mose ein Denkmal gesetzt. … Mehr „Du sollst nicht töten!“ Die Geschichte zweier mutiger Hebammen, die das verstanden hatten, als noch ein anderes Gesetz galt. Gedanken zur biblischen Geschichte von Mose (2)

Das große Gähnen. Ist Religionsunterricht etwas, aus dem man herauswächst wie aus Kinderkleidern? Ein Dialog zweier Betroffener

Jüngere Schülerinnen und Schüler tauchen noch gerne in die Welt der Bibel und ihre Erzählungen ein. Im Religionsunterricht älterer Schülerinnen und Schüler nehmen Lehrpersonen eine Melange aus Desinteresse und Skepsis wahr. Woran liegt es, dass religiöse Fragen bei vielen Jugendlichen das große Gähnen auslösen? Eine Religionslehrerin und ein Religionslehrer wollten sich nicht damit abfinden, haben Überlegungen zu den Ursachen angestellt und über Wege zur Lösung nachgedacht. Sie sind in einen Dialog eingetreten. … Mehr Das große Gähnen. Ist Religionsunterricht etwas, aus dem man herauswächst wie aus Kinderkleidern? Ein Dialog zweier Betroffener

„Ich bin da.“ Ein Name aus vier Buchstaben ist ein Geheimnis und zugleich eine Offenbarung. Gedanken zur biblischen Geschichte von Mose (1)

Aus dem Lateinunterricht unserer Schulzeit wissen wir: Fehlerfrei richtig übersetzt bedeutet nicht gut übersetzt. Wie aber ist der ungewöhnlich Name Gottes zu übertragen, den Mose am Dornbusch hört? … Mehr „Ich bin da.“ Ein Name aus vier Buchstaben ist ein Geheimnis und zugleich eine Offenbarung. Gedanken zur biblischen Geschichte von Mose (1)

Bibel lesen und lernen: Ein Plädoyer für mehr Narrativität im Religionsunterricht der Sekundarstufe

Sola scriptura. Dieser Grundsatz der Reformation legt fest, dass die Maßstäbe für die kirchliche Theologie ausschließlich in der Heiligen Schrift zu suchen sind, nicht in der Tradition der Kirche. Dafür bedarf es aber mehr als einer ungefähren Erinnerung an die Bibelerzählungen der Grundschule. Dieser Beitrag plädiert dafür, dass sich auch der Religionsunterricht der Sekundarstufe mehr den großen Erzähleinheiten der Bibel zuwendet. … Mehr Bibel lesen und lernen: Ein Plädoyer für mehr Narrativität im Religionsunterricht der Sekundarstufe

Das Meisterwerk zwischen „Paulus“ und „Christus“. Nach Mendelssohns „Elias“ versuchten intolerante Widersacher, den Ruf des Komponisten posthum zu ruinieren.

Antisemiten wie Richard Wagner und nach ihm die Nationalsozialisten versuchten nach dem Tod Mendelssohn, seinen Ruhm zu beschmutzen, indem sie seinen Werken einen Mangel an musikalischer Tiefe vorwarfen. Als Sohn jüdischer Eltern sei er zu ganz Großem nicht befähigt gewesen. Doch die Musikwissenschaft ist heute anderer Meinung. … Mehr Das Meisterwerk zwischen „Paulus“ und „Christus“. Nach Mendelssohns „Elias“ versuchten intolerante Widersacher, den Ruf des Komponisten posthum zu ruinieren.

Ein zorniger Prophet und ein zweifelnder Suchender – Wer war Elia? Und wer ist Mendelssohns Elias?

Wer ist Elias? In Teil 1 von Mendelssohns Oratorium ist keine Zeile zu viel, kein Takt überflüssig. Teil 2 ist weniger stringent. Trost und Selbstzweifel, Gottesbegegnung und das Finale des Oratoriums sind vergleichsweise locker aneinandergereiht. Darf ein kritischer Hörer hier von „Längen“ sprechen? Auf der Suche nach einer Antwort frage ich mich: Wer war der biblische Prophet Elia? … Mehr Ein zorniger Prophet und ein zweifelnder Suchender – Wer war Elia? Und wer ist Mendelssohns Elias?

„Das werdet ihr büßen, und ich weiß auch schon wann.“ Als Jona ankündigen musste, was möglichst nicht geschehen sollte

Jona sitzt im Schatten des Rizinusstrauchs und zählt die Tage. Als 40 Tage vergangen sind, geschieht … nichts. Die Dächer der Häuser und der Tempel der großen Stadt glitzern nach wie vor in der Sonne. Kein Blitz, kein Erdbeben, nichts. Er ist irritiert. Da hört er wieder die Stimme: „Jona, ich habe es mir anders überlegt, ich habe Mitleid.“ -„Aber Gott, wie kannst du ihnen gnädig sein? Gut, sie haben Buße getan, aber sie dienen doch noch immer ihren Göttern. Sie glauben doch gar nicht an dich! Ist dir das egal?“ … Mehr „Das werdet ihr büßen, und ich weiß auch schon wann.“ Als Jona ankündigen musste, was möglichst nicht geschehen sollte

Rut und Noomi. Zwei Frauen, fünf Episoden, acht Einsichten. Eine biblische Geschichte von Leid, Klugheit und Solidarität

Rut ist eine junge Witwe. Sie hat keine Kinder. Auch Noomi, ihre Schwiegermutter ist verwitwet und beide Söhne – einer war Ruts Ehemann – sind vor ihr gestorben. Eigentlich wären sie auf die Barmherzigkeit anderer angewiesen. Doch die beiden Protagonistinnen ergeben sich nicht in ihr Schicksal.
Die Bibel erzählt ihre Geschichte. Sie beginnt an einem kleinen Ort in Judäa, dessen Name uns sehr vertraut ist. … Mehr Rut und Noomi. Zwei Frauen, fünf Episoden, acht Einsichten. Eine biblische Geschichte von Leid, Klugheit und Solidarität

Zweimal vierundvierzig Jahre. Wie eine antike Palastaula von Kunstwerken des 19. Jahrhunderts befreit wurde und vier Marmorköpfe der Evangelisten dabei fast zerstört wurden.

Der römische Kaiser Konstantin ließ sich hier huldigen, wenn er in Trier Hof hielt. Auf einem Thron in der Apsis sitzend empfing er seine Gäste. Heute ist seine Palastaula die Evangelische Kirche zum Erlöser. An ihrer rechten Seitenwand stehen auf unterschiedlich hohen Stelen fünf beschädigte Marmorköpfe. Ich wollte herausfinden, welche Geschichte sie erzählen. … Mehr Zweimal vierundvierzig Jahre. Wie eine antike Palastaula von Kunstwerken des 19. Jahrhunderts befreit wurde und vier Marmorköpfe der Evangelisten dabei fast zerstört wurden.