Ohne die katholische Kirche wäre Rom heute eine unbedeutende Kleinstadt, behauptete einst mein Lateinlehrer. Warum er Unrecht hatte.

Im Gymnasium habe ich gelernt, nicht alles zu glauben, was die Schule lehrt. Heute, an einem frühen Sonntagmorgen, bin ich auf der Via della Conciliazione zu Fuß unterwegs. Ich will herausfinden, was mein Lateinlehrer meinte. … Mehr Ohne die katholische Kirche wäre Rom heute eine unbedeutende Kleinstadt, behauptete einst mein Lateinlehrer. Warum er Unrecht hatte.

„Wenn ich von Theologie auch nur das Geringste verstehe…“ Ein neunzig Jahre alter Brief von Karl Barth zur Rolle der Frau in der Kirche gibt noch heute zu denken.

Im Jahr 1931 wurde Greti Caprez-Roffler in einem Dorf in Graubünden zur Pfarrerin gewählt. Das führte zu einem öffentlichen Streit über die Frage, ob die kleine Berggemeinde dazu das Recht gehabt hatte. Die Auseinandersetzung wurde öffentlich und mit großer Schärfe geführt. Davon hörte auch Karl Barth, der in dieser Zeit in Bonn lehrte. Er griff zur Feder. … Mehr „Wenn ich von Theologie auch nur das Geringste verstehe…“ Ein neunzig Jahre alter Brief von Karl Barth zur Rolle der Frau in der Kirche gibt noch heute zu denken.

Quader, Kugel und das Glück: Wenn das Runde auf dem Eckigen zur Ruhe gekommen ist.

Schon vor meiner Reise nach Weimar hatte es mich in seinen Bann gezogen: Goethes „Stein des guten Glücks“. Seit fast 250 Jahren regt es die Besucher Weimars an, über das Glück nachzudenken. Und nun auch mich. Dass es bei meinem Besuch durch eine fachgerechte Verpackung vor meinen Augen verborgen war, ändert nichts daran. … Mehr Quader, Kugel und das Glück: Wenn das Runde auf dem Eckigen zur Ruhe gekommen ist.

Das Tuch vor den Augen. Eine Pfingstpredigt ändert nicht die Welt, aber sie kann die Augen öffnen für die Freiheit und Selbstbestimmung anderer

Der Dominikanerpater Bartolomé de Las Casas besaß ein Landgut nahe Santo Domingo, auf dem die ehemaligen indigenen Eigentümer nun für ihn arbeiteten. Einige Jahre sah er darin kein Problem. Doch dann hatte er in der Nacht vor dem Pfingstfest diesen Traum. … Mehr Das Tuch vor den Augen. Eine Pfingstpredigt ändert nicht die Welt, aber sie kann die Augen öffnen für die Freiheit und Selbstbestimmung anderer

„Tue es in Gehorsam gegenüber mir.“ Ein handgeschriebener Brief des Franziskus von Assisi fordert Loyalität und meint Widerstand.

83 Worte, die Franziskus an seinen Mitbruder Leo richtete, ein knappes Schreiben mit großer Wirkungsgeschichte. Es erzählt eine wahrhaft evangelische Geschichte von Freiheit und Fürsorge, aber auch von Gehorsam und Ungehorsam. … Mehr „Tue es in Gehorsam gegenüber mir.“ Ein handgeschriebener Brief des Franziskus von Assisi fordert Loyalität und meint Widerstand.

Diplomaten, Dolmetscher, Dialogpartner? Religionslehrkräfte und ihre kirchliche Bevollmächtigung. Wie ich es sehe.

Religionslehrpersonen sind an staatlichen Hochschulen und Seminaren ausgebildet und unterrichten an öffentlichen Schulen. Dennoch erhalten sie am Ende ihrer Ausbildung eine Urkunde der Kirche, die sogenannte Vokationsurkunde. Sie sind jetzt „Vozierte“, „Berufene“. In welchen Verhältnis stehen sie nun zur Kirche, die sie nicht ausgebildet, aber bevollmächtigt hat? … Mehr Diplomaten, Dolmetscher, Dialogpartner? Religionslehrkräfte und ihre kirchliche Bevollmächtigung. Wie ich es sehe.

Nicht alles, was wahr ist, muss gesagt werden. Die drei Siebe des Sokrates, eine Goldene Regel im digitalen Zeitalter

Die Sozialen Medien geben uns die Möglichkeit, unser Leben wie auf einer Theaterbühne zu leben. Wir können den Vorhang geschlossen halten oder öffnen. Wenn wir ihn hochziehen, ist uns ein kleines oder großes Publikum für einen Moment gewiss. Doch ist es gut, nützlich und wahr, was ich dort veröffentliche? Ich danke Sokrates für seine Entscheidungshilfe. … Mehr Nicht alles, was wahr ist, muss gesagt werden. Die drei Siebe des Sokrates, eine Goldene Regel im digitalen Zeitalter

Original, Kopie oder Fälschung? Friedrich Schiller, sein Schreibtisch und das KZ Buchenwald

Im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Buchenwald fällt mein Blick auf ein Spinett, einen Bücherschrank, fünf hölzerne Transportkisten und einen Schreibtisch aus Holz. Ich lese: Sie gehörten einst zu einem der größten Söhne der Stadt, dem Dichter Friedrich Schiller. Warum – so frage ich mich – findet sich der Schreibtisch Schillers im ehemaligen Konzentrationslager? … Mehr Original, Kopie oder Fälschung? Friedrich Schiller, sein Schreibtisch und das KZ Buchenwald

„Dass man seine Weibsnatur jeden Tag von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekommt…“ Vor 175 Jahren starb die Komponistin Fanny Hensel.

Es ist der 9. Juli 1846. Fanny Hensel sitzt am Schreibtisch ihres sonnendurchfluteten Berliner Arbeitszimmers in der Leipziger Straße. Sie arbeitet an einem Brief. Der Empfänger dieses Schreibens ist ihr kongenialer und in ganz Europa gefeierter Bruder Felix Mendelssohn Bartholdy. Die beiden verbindet eine innige Geschwisterbeziehung. Heute teilt sie ihm eine Entscheidung mit, die zehn Jahre reifen musste. Sie ringt um Worte. … Mehr „Dass man seine Weibsnatur jeden Tag von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekommt…“ Vor 175 Jahren starb die Komponistin Fanny Hensel.

Himmel, Hölle und Humor. Wie Desmond Tutu erst Späße über das Jüngste Gericht macht und dann die Gretchenfrage stellt.

Desmond Tutu zum Dalai Lama: Wenn zwei Angehörige unterschiedlicher Religionen in einem Sarg liegen würden, wohin würde ihre Reise gehen? Hätten sie ein gemeinsames Ziel? „Ich wäre in den Himmel gekommen“, feixt Tutu und fragt den Dalai Lama: „Und wohin hätte es dich wohl verschlagen?“ „Höchstwahrscheinlich in die Hölle“, antwortet der. … Mehr Himmel, Hölle und Humor. Wie Desmond Tutu erst Späße über das Jüngste Gericht macht und dann die Gretchenfrage stellt.