Einigkeit und Recht und Freiheit. Was Heinrich Hoffmann von Fallersleben darunter verstand, lässt sich an seinem Leben ablesen.

Reichspräsident Ebert verband mit dem Deutschlandlied die Hoffnung auf Überwindung der gesellschaftlichen Spaltung, die Nationalsozialisten nutzten es, um das ganze Volk gefügig zu machen und hinter sich zu versammeln. Adenauer wollte das Lied der Deutschen, weil es ihm die Traditionalisten zuführte. Und für Helmut Kohl war die Durchsetzung der Hymne des Westens ein Ausdruck des Sieges über das System des Kommunismus. Welche Gedanken verband der Dichter selbst mit seinem Lied? … Mehr Einigkeit und Recht und Freiheit. Was Heinrich Hoffmann von Fallersleben darunter verstand, lässt sich an seinem Leben ablesen.

Der Pädagoge und Menschenfreund, der von Helgoland erzählte, aber dort nicht wohnen konnte. James Krüss und die Regenbogenfahne

„Ich interessiere mich für James Krüss, nicht für die Fossilien“, sage ich der Frau an der Kasse. „Der Eintritt kostet fünf Euro“, antwortet sie mir. James Krüss seien diese zwei Räume gewidmet, fährt sie fort und deutet auf die vier Wände des Zimmers, in dem sie sitzt, und auf einen Nachbarraum. „Und wenn Sie eine Frage haben, kann ich sie vielleicht beantworten.“ Eine Frage habe ich schon. „Warum ist er nach dem Krieg nicht auf die Insel zurückgekehrt?“ … Mehr Der Pädagoge und Menschenfreund, der von Helgoland erzählte, aber dort nicht wohnen konnte. James Krüss und die Regenbogenfahne

Schwarzer Schnee und weißer Rabe – Gedanken zum Zeugnis, das Lehrerinnen und Lehrer am Ende des Schuljahres nicht erhalten

Es sind Ferien. Er hat sich ein letztes Mal an den Schreibtisch gesetzt, um ihn aufzuräumen. Der Blick auf die Unterlagen macht ihn nachdenklich. Er hat Dutzende Zeugnisse unterschrieben, selbst aber keines bekommen. Ein Lehrer ist wie ein Landwirt, der auf felsigem Boden wertvolles Saatgut ausstreut. Dieses Bild kommt ihm in den Sinn. Ist der Same aufgegangen? … Mehr Schwarzer Schnee und weißer Rabe – Gedanken zum Zeugnis, das Lehrerinnen und Lehrer am Ende des Schuljahres nicht erhalten

Die Verantwortung auf müden Schultern. Von einem, der versuchte, eine schwere Last loszuwerden, indem er sie anderen auflud. Ein Gleichnis

Der Riese Atlas war einst vom Obersten der Götter bestraft worden war und musste das Himmelsgewölbe auf seiner Schulter tragen. Doch mit den Jahren war ihm die Last zu schwer geworden und sein Rücken schmerzte. Da begab es sich, dass Atlas Besuch von Herakles bekam. Atlas sah den starken Helden an und spürte, dass die Gelegenheit gekommen war, der Strafe des Zeus endgültig zu entkommen. … Mehr Die Verantwortung auf müden Schultern. Von einem, der versuchte, eine schwere Last loszuwerden, indem er sie anderen auflud. Ein Gleichnis

„Die Zeit ist kaputt, Christian!“ Dürfen wir angesichts von Corona, Klima und Ukraine den Sommer genießen? Was sagt Paul Gerhardt dazu?

Das Wort Krise passt nicht mehr. Corona, Klima und Ukraine sind keine Unterbrechungen des Normalzustands, sondern Kennzeichen einer neuen Zeit. Und die ist kaputt. Doch nun ist der Sommer gekommen. Wir haben Urlaub im Süden, Wandern in den Bergen oder Vergnügen im Club geplant. Können wir, dürfen wir Sonne, Freizeit und Erholung genießen, wenn andernorts Kinder, Frauen und Männer um ihre Angehörigen trauern? … Mehr „Die Zeit ist kaputt, Christian!“ Dürfen wir angesichts von Corona, Klima und Ukraine den Sommer genießen? Was sagt Paul Gerhardt dazu?

Glaubst du an ein Leben nach der Geburt? Eine Geschichte und vier Überlegungen zum Ende des kohlenstofflichen Lebens.

Kann es sein, dass der Tod kein Übel ist? Wenn ja, hat diese Hoffnung mit dem christlichen Osterfest zu tun? Und ist sie weder unplausibel noch illusionär noch unsinnig? Über den Tellerrand unserer kohlenstofflichen Existenz hinaus können wir nicht sehen. Aber ein Religionslehrer gibt nicht so schnell auf. … Mehr Glaubst du an ein Leben nach der Geburt? Eine Geschichte und vier Überlegungen zum Ende des kohlenstofflichen Lebens.

Ohne die katholische Kirche wäre Rom heute eine unbedeutende Kleinstadt, behauptete einst mein Lateinlehrer. Warum er Unrecht hatte.

Im Gymnasium habe ich gelernt, nicht alles zu glauben, was die Schule lehrt. Heute, an einem frühen Sonntagmorgen, bin ich auf der Via della Conciliazione zu Fuß unterwegs. Ich will herausfinden, was mein Lateinlehrer meinte. … Mehr Ohne die katholische Kirche wäre Rom heute eine unbedeutende Kleinstadt, behauptete einst mein Lateinlehrer. Warum er Unrecht hatte.

„Wenn ich von Theologie auch nur das Geringste verstehe…“ Ein neunzig Jahre alter Brief von Karl Barth zur Rolle der Frau in der Kirche gibt noch heute zu denken.

Im Jahr 1931 wurde Greti Caprez-Roffler in einem Dorf in Graubünden zur Pfarrerin gewählt. Das führte zu einem öffentlichen Streit über die Frage, ob die kleine Berggemeinde dazu das Recht gehabt hatte. Die Auseinandersetzung wurde öffentlich und mit großer Schärfe geführt. Davon hörte auch Karl Barth, der in dieser Zeit in Bonn lehrte. Er griff zur Feder. … Mehr „Wenn ich von Theologie auch nur das Geringste verstehe…“ Ein neunzig Jahre alter Brief von Karl Barth zur Rolle der Frau in der Kirche gibt noch heute zu denken.

Quader, Kugel und das Glück: Wenn das Runde auf dem Eckigen zur Ruhe gekommen ist.

Schon vor meiner Reise nach Weimar hatte es mich in seinen Bann gezogen: Goethes „Stein des guten Glücks“. Seit fast 250 Jahren regt es die Besucher Weimars an, über das Glück nachzudenken. Und nun auch mich. Dass es bei meinem Besuch durch eine fachgerechte Verpackung vor meinen Augen verborgen war, ändert nichts daran. … Mehr Quader, Kugel und das Glück: Wenn das Runde auf dem Eckigen zur Ruhe gekommen ist.

Das Tuch vor den Augen. Eine Pfingstpredigt ändert nicht die Welt, aber sie kann die Augen öffnen für die Freiheit und Selbstbestimmung anderer

Der Dominikanerpater Bartolomé de Las Casas besaß ein Landgut nahe Santo Domingo, auf dem die ehemaligen indigenen Eigentümer nun für ihn arbeiteten. Einige Jahre sah er darin kein Problem. Doch dann hatte er in der Nacht vor dem Pfingstfest diesen Traum. … Mehr Das Tuch vor den Augen. Eine Pfingstpredigt ändert nicht die Welt, aber sie kann die Augen öffnen für die Freiheit und Selbstbestimmung anderer