Eine Ethik, die nicht nur fragt, was richtig, sondern auch was wichtig ist. Die Zehn Gebote im Unterricht – Religionspädagogische Überlegungen

Dem Religionsunterricht wird immer wieder die Aufgabe zugeschrieben, die christlichen Werte zu vermitteln, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Vor allem sind dabei solche Tugenden im Blick, die (angeblich) in der Vergangenheit Konsens waren, aber heute (ebenso angeblich) verloren gegangen sind. Dem Religionsunterricht wird aufgetragen, für den Kitt zu sorgen, der die auseinander driftenden Eisschollen der Gesellschaft zusammenhält. Mit anderen Worten: Es sei seine Aufgabe, gegen Windmühlenflügel zu kämpfen. … Mehr Eine Ethik, die nicht nur fragt, was richtig, sondern auch was wichtig ist. Die Zehn Gebote im Unterricht – Religionspädagogische Überlegungen

Der Mann mit der Peitsche – Ein antikes Mosaik stellt unangenehme Fragen an mich selbst.

Viele kommen nach Piazza Armerina, um sich von den „Bikini-Mädchen“ verzaubern zu lassen. Doch eine andere Szene zieht mich weit mehr in den Bann und beschäftigt mich bis heute. In einem der größten Mosaike wird dargestellt, wie ein Aufseher einen Sklaven mit der Peitsche schlägt. Doch bei näherem Hinsehen stellt das auch Fragen an mich selbst. … Mehr Der Mann mit der Peitsche – Ein antikes Mosaik stellt unangenehme Fragen an mich selbst.

Embrace your limitations! Wer seine eigene Unvollkommenheit bejaht, ist barmherziger mit den Fehlern anderer.

Warum es wichtig ist, mit mir barmherzig zu sein.
Je unzufriedener ein Mensch mit sich selbst ist, desto größere Probleme verursacht er anderen Menschen. Ein unglücklicher Mensch kann mit Mitmenschen kein Glück „Embrace your limitations“ bedeutet mehr, als seine eigenen Unvollkommenheiten und scheinbaren Mängel zähneknirschend zu akzeptieren. Es bedeutet zu lernen, sie zu umarmen. Viele Menschen können schneller zehn Dinge nennen, die sie an sich nicht mögen, als fünf, auf die sie stolz sind. Woran liegt das? Ein Grund ist sicher, dass Menschen dazu neigen, sich selbst mit anderen zu vergleichen. Bin ich so schön wie sie? Bin ich so cool wie er?Mehr Embrace your limitations! Wer seine eigene Unvollkommenheit bejaht, ist barmherziger mit den Fehlern anderer.

„Mein Gott ist bei mir. Ich seh‘ ihn nicht, versteh‘ ihn nicht. Und trotzdem ist er hier.“ Warum die Erzählung von Josef bis heute Menschen anrührt und was wir von ihr lernen können.

Ein Vater, vier Mütter, zwölf Söhne und mehrere Schwestern – das gibt es bei uns nicht mehr. Ein Leben in der Wüste ist uns ebenso wenig geläufig wie das Innere eines Gefängnisses oder die Pflichten und Rechte am Hof eines Pharao. Selbsternannten Traumdeutern begegnen wir mit Skepsis. Hungersnöte mussten wir bislang nicht erleiden. Der Erzählzyklus „Josef und seine Brüder“ spielt in einer fremden Welt und einer fremden Zeit. Und doch – oder gerade deshalb – regt er unsere Fantasie an. Denn er enthält ungewöhnlich viele Aspekte, die Menschen jeden Alters mit eigenen Erfahrungen verknüpfen können. … Mehr „Mein Gott ist bei mir. Ich seh‘ ihn nicht, versteh‘ ihn nicht. Und trotzdem ist er hier.“ Warum die Erzählung von Josef bis heute Menschen anrührt und was wir von ihr lernen können.

Die Anbetung der Könige – Ein Bild, das Hoheit und Würde neu definiert

Warum trägt Maria, die blass, aber keineswegs erschöpft wirkt, kein Lächeln auf ihren Lippen? Auch der Besuch der Hoheiten scheint ihr nicht zu schmeicheln. Der Grund dafür findet sich über ihr. Ob die Mächtigen aus Kirche und Staat des 15. Jahrhunderts spürten, mit welch provokantem Bild sie ihre Kirche geschmückt hatten? … Mehr Die Anbetung der Könige – Ein Bild, das Hoheit und Würde neu definiert

Der kurze Weihnachtsfrieden vom 24.12.1914 – Ein Wunder, als es niemand für möglich hielt

Geplant war ein kurzer Waffengang. An Weihnachten wollte man wieder daheim bei den Liebsten sein. Doch der Durchmarsch kam in Belgien zum Stehen. Die verfeindeten Truppen begannen Ende 1914, sich einzugraben. Mitunter waren die feindlichen Linien nur wenige Dutzend Meter voneinander entfernt – in Hörweite. Was dann an einem Frontabschnitt in den Ardennen geschah, schildert ein deutscher Soldat. … Mehr Der kurze Weihnachtsfrieden vom 24.12.1914 – Ein Wunder, als es niemand für möglich hielt

Da – da – da – daaaa! Das berühmteste Motiv der Musikgeschichte erklang wenige Tage vor dem Weihnachtsfest 1808 zum ersten Mal: Beethovens Fünfte

Beethovens Fünfte war und ist keineswegs eine Hommage an den deutschen Nationalismus, sondern eher eine musikalische Verarbeitung von Motiven der Französischen Revolution. Und mit der wollten die Nazis ja nichts zu tun haben. … Mehr Da – da – da – daaaa! Das berühmteste Motiv der Musikgeschichte erklang wenige Tage vor dem Weihnachtsfest 1808 zum ersten Mal: Beethovens Fünfte

Beethoven war nicht der Hero, den die Nachwelt aus ihm machte.

Das Jubiläumsjahr des großen rheinländisch-Wiener Musikers ist fast zu Ende. Seine Musik ist weit seltener erklungen, als sie es im Jahr seines 250. Geburtstags verdient gehabt hätte und als es geplant war. Festivals wurden abgesagt, Konzerte wurden verschoben. Doch manches erklang im virtuellen Raum. Neue Wege, die Beethoven noch nicht kannte, ermöglichen die Erinnerung an den 250. Geburtstag Beethovens auf andere Art. Er, der zeitlebens die Grenzen, die ihm das musikalische Format setzte, so weit verschob, wie es nur irgend möglich war, hätte diese Entwicklung begrüßt. … Mehr Beethoven war nicht der Hero, den die Nachwelt aus ihm machte.

Beethoven hätte das digitale Format seiner Geburtstagsfeier begrüßt.

Horst Heller CC BYDie Blogbeiträge vom 16.12. und 17.12.2020 als PDF zum Download Das Jubiläumsjahr des großen rheinländisch-Wiener Musikers ist fast zu Ende. Seine Musik ist weit seltener erklungen, als sie es im Jahr seines 250. Geburtstags verdient gehabt hätte und als es geplant war. Festivals wurden abgesagt,  Konzerte wurden verschoben. Doch manches erklang im … Mehr Beethoven hätte das digitale Format seiner Geburtstagsfeier begrüßt.