Als Felix Manz im kalten Wassser der Limmat ertränkt wurde. Eine Erinnerung an ein unrühmliches Kapitel der Reformation

In Worms hatte sich Martin Luther im April 1521 mutig auf sein Gewissen berufen und seine Widersacher aufgefordert, ihn durch Worte der Heiligen Schrift zu widerlegen. Andernfalls sei er in seinem Gewissen gebunden und könne nicht widerrufen. Zu Recht wird er bis heute dafür gefeiert. Bei einem Besuch in Zürich stand ich an einer Stelle, an der die evangelische Seite die Freiheit des Gewissens ihren Gegnern nicht zugestehen wollte. … Mehr Als Felix Manz im kalten Wassser der Limmat ertränkt wurde. Eine Erinnerung an ein unrühmliches Kapitel der Reformation

„Das werdet ihr büßen, und ich weiß auch schon wann.“ Als Jona ankündigen musste, was möglichst nicht geschehen sollte

Jona sitzt im Schatten des Rizinusstrauchs und zählt die Tage. Als 40 Tage vergangen sind, geschieht … nichts. Die Dächer der Häuser und der Tempel der großen Stadt glitzern nach wie vor in der Sonne. Kein Blitz, kein Erdbeben, nichts. Er ist irritiert. Da hört er wieder die Stimme: „Jona, ich habe es mir anders überlegt, ich habe Mitleid.“ -„Aber Gott, wie kannst du ihnen gnädig sein? Gut, sie haben Buße getan, aber sie dienen doch noch immer ihren Göttern. Sie glauben doch gar nicht an dich! Ist dir das egal?“ … Mehr „Das werdet ihr büßen, und ich weiß auch schon wann.“ Als Jona ankündigen musste, was möglichst nicht geschehen sollte

„Nicht nur ethische Themen, bitte!“ Vier Megatrends und zwölf Zukunftsaufgaben des nachpandemischen Religionsunterrichts

„Nur ethische Themen!“ Diese Beschränkung wurde vielen Religionslehrerinnen und -lehrern in der Zeit der Pandemie auferlegt. Lebenskunde, die die Gottesfrage ausklammerte, schien die Antwort auf die Herausforderung der Pandemie zu sein. Der Religionsunterricht muss dieses Verdikt nun hinter sich lassen, will er seinen Markenkern nicht verlieren. Und doch wird sich manches ändern. Denn vier Megatrends fordern ihn heraus. Was bedeuten sie für die Religionsdidaktik der nächsten Jahre? Zwölf religionspädagogische Überlegungen … Mehr „Nicht nur ethische Themen, bitte!“ Vier Megatrends und zwölf Zukunftsaufgaben des nachpandemischen Religionsunterrichts

Zweimal vierundvierzig Jahre. Wie eine antike Palastaula von Kunstwerken des 19. Jahrhunderts befreit wurde und vier Marmorköpfe der Evangelisten dabei fast zerstört worden wären.

Der römische Kaiser Konstantin ließ sich hier huldigen, wenn er in Trier Hof hielt. Auf einem Thron in der Apsis sitzend empfing er seine Gäste. Heute ist seine Palastaula die Evangelische Kirche zum Erlöser. An ihrer rechten Seitenwand stehen auf unterschiedlich hohen Stelen fünf beschädigte Marmorköpfe. Ich wollte herausfinden, welche Geschichte sie erzählen. … Mehr Zweimal vierundvierzig Jahre. Wie eine antike Palastaula von Kunstwerken des 19. Jahrhunderts befreit wurde und vier Marmorköpfe der Evangelisten dabei fast zerstört worden wären.

„Braucht kein Mensch! Braucht kein Mensch?“ oder: Der Abreisebahnhof, der Routenplaner und der Zielbahnhof der Lokomotive Kirche – ein Dialog

Nach der Pandemie braucht die Kirche eine Vielfalt von Formen, das Evangelium zu kommunizieren. Wenn sie eine Lokomotive ist, die sich auf vielfältigen Gleisen durch die Welt bewegt, muss das Evangelium der Abreisebahnhof und die Lebenswelt der Menschen der Zielbahnhof sein. Und sie muss souverän mit dem Medium umgehen, das sie nutzt. Die Medienkompetenz ist ihr Routenpl
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„Es gibt zwei Wege, um etwas zu verändern.“ Tom und Ronni wollen alles über Martin Luther herausfinden (4/4)

Tom und Ronni haben nicht nur Neues über Martin Luther gelernt. Sie wissen jetzt auch, dass es zwei Wege gibt, wenn man etwas verändern möchte. Man kann das Bestehende verbessern oder mit etwas ganz Neuem beginnen. Da es jetzt schon zwei Kirchtürme in ihrer Stadt gibt, hoffen sie, dass sich die Katholischen und die Evangelischen gut überlegen, wie sich wandeln können, damit die Menschen mit ihren Fragen nach Gott wieder gerne zu ihnen kommen. … Mehr „Es gibt zwei Wege, um etwas zu verändern.“ Tom und Ronni wollen alles über Martin Luther herausfinden (4/4)

„Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“ Tom und Ronni wollen alles über Martin Luther herausfinden. (3/4)

Martin Luther reiste nach Worms. Ein wenig fürchtete er sich. Man hatte ihm aber versprochen, dass er nicht verhaftet würde. Am 2. April verließ er Wittenberg mit einer Kutsche. Unterwegs machte er immer wieder Station und predigte in den Kirchen. Es war ein Dienstag, als er am 16. April in Worms eintraf. Am Stadttor wurde er abgeholt und zu seinem Quartier gebracht. Die ganze Stadt war auf den Beinen. Trotzdem ging es Martin gar nicht gut, er hatte furchtbare Bauchschmerzen, aber von seinem Pferdewagen winkte er den Menschen tapfer auf der Straße zu. … Mehr „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“ Tom und Ronni wollen alles über Martin Luther herausfinden. (3/4)

Im Namen der Barmherzigkeit: Hans Küng sollte die Missio Canonica zurückerhalten. Ein Appell

Schon 2005 hatte Hans Küng in einem Brief an Papst Benedikt festgehalten: „Allzu viele Jahre sind uns Altersgenossen und früheren Tübinger Kollegen jetzt ohnehin nicht mehr geschenkt.“ Dass es in den Streitfragen der späten 1970er Jahre bis heute keine Einigung gibt, ist traurig. Küng hat sich nun aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, aber er ist noch am Leben. Noch ist es möglich, auf ihn, einen der profiliertesten deutschsprachigen Theologen der letzten Jahrzehnte, der sich bis heute als Katholik sieht, in Würdigung seiner wissenschaftlichen Verdienste um die Theologie, die Kirche, die Ökumene und den interreligiösen Dialog mit einer großmütigen und unzweideutigen Geste der Barmherzigkeit zuzugehen. … Mehr Im Namen der Barmherzigkeit: Hans Küng sollte die Missio Canonica zurückerhalten. Ein Appell

Die 95 Sätze, die Martin Luther weltbekannt machten. Tom und Ronni wollen alles über Martin Luther herausfinden (2/4)

Im Jahr 2021 jährt sich der Wormser Reichstag zum 500. Mal. Wäre nicht auch über die reformatorische Bewegung eines gewissen Martin Luther debattiert worden, würden wir von diesem Jahrestag kaum Notiz nehmen. In den Jahren, die auf dieses Ereignis folgten wurde aus dem Wittenberger Mönch, Pfarrer und Professor der wichtigste Reformator der Kirche und aus seinen Anhängern die evangelische Kirche. Sein Todestag am 14.02.1546 und das Jubiläum des Reichstags sind der Anlass, sich an seine Geschichte zu erinnern. Tom und Ronni war aufgefallen, dass es in ihrem Ort zwei Kirchen gibt. Und sie haben versucht herauszufinden, warum das so ist. Hier ist Teil 2 ihrer Geschichte. … Mehr Die 95 Sätze, die Martin Luther weltbekannt machten. Tom und Ronni wollen alles über Martin Luther herausfinden (2/4)