Am Volkstrauertag denke ich an Hugo. Er starb nicht für Deutschland. Er starb.

Am 4. Januar 1927 wurde meinen Großeltern ein Junge geboren, der mein Onkel hätte werden können. Sie gaben ihm den Namen Hugo. In den letzten Kriegsmonaten wurde er, gerade 18 Jahre alt, nach einer kurzen militärischen Ausbildung noch Köln kommandiert. Am 1. April 1945 geriet er im Rheinland zunächst in Gefangenschaft. Am 19. September starb er unter ungeklärten Umständen in Frankreich. Ist der Tod, den er starb, ein besonderer Tod? Unzählige Denkmäler wollen uns das glauben machen. … Mehr Am Volkstrauertag denke ich an Hugo. Er starb nicht für Deutschland. Er starb.

„Wozu die Friedhofsmauer? Die drinnen sind, können nicht hinaus, die draußen sind, wollen nicht hinein.“

Wo wir nach Ende unseres Lebens hingehen, gibt es kein Eigentum. Doch an dem Ort, an dem wir der Menschen gedenken, die von uns gegangen sind, wird noch streng auf Mein und Dein geachtet. Womit wir die Gräber der Verstorbenen gießen, ist privates Eigentum der Lebenden. Meine Impressionen auf den dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin. … Mehr „Wozu die Friedhofsmauer? Die drinnen sind, können nicht hinaus, die draußen sind, wollen nicht hinein.“