Diplomaten, Dolmetscher, Dialogpartner? Religionslehrkräfte und ihre kirchliche Bevollmächtigung. Wie ich es sehe.

Religionslehrpersonen sind an staatlichen Hochschulen und Seminaren ausgebildet und unterrichten an öffentlichen Schulen. Dennoch erhalten sie am Ende ihrer Ausbildung eine Urkunde der Kirche, die sogenannte Vokationsurkunde. Sie sind jetzt „Vozierte“, „Berufene“. In welchen Verhältnis stehen sie nun zur Kirche, die sie nicht ausgebildet, aber bevollmächtigt hat? … Mehr Diplomaten, Dolmetscher, Dialogpartner? Religionslehrkräfte und ihre kirchliche Bevollmächtigung. Wie ich es sehe.

Lichter, Tauben, achtsam gehen. Als eine ganze Schule den Frieden herbeisehnte. Ein christlich-inklusives Ritual

Wenn Lernende und Lehrende gleichermaßen ihren Wunsch nach Frieden ausdrücken wollen, ist das ein Anlass für ein Ritual der ganzen Schule. Anders als ein Gottesdienst sollen es Glaubende und Nichtglaubende gleichermaßen mitvollziehen können. Dennoch muss es nicht auf religiöse Elemente verzichten. Ein Projektbericht … Mehr Lichter, Tauben, achtsam gehen. Als eine ganze Schule den Frieden herbeisehnte. Ein christlich-inklusives Ritual

„Komm wir zieh’n in den Frieden.“ Wenn wir wollen, dass künftige Politiker friedensfähige Menschen sind, müssen wir heute damit beginnen.

Als sich Astrid Lindgren im Oktober 1978 in einer Rede für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bedankte, sagte sie in ihrer Rede: „Auch künftige Staatsmänner und Politiker werden zu Charakteren geformt, bevor sie das fünfte Lebensjahr erreicht haben.“ Vielleicht haben die, die vor einigen Wochen befahlen, ein anderes Land zu bombardieren, in ihrer Kindheit die elementarsten Friedenskompetenzen nicht erworben. … Mehr „Komm wir zieh’n in den Frieden.“ Wenn wir wollen, dass künftige Politiker friedensfähige Menschen sind, müssen wir heute damit beginnen.

Simon, der Fels. Eine Passions- und Ostergeschichte von Versagen und Vergebung

Bis zu diesem Vormittag war das Leben des Simon in den geregelten Bahnen von harter Arbeit, Familie und Stadtleben verlaufen. Nun wurde es in eine neue Umlaufbahn gelenkt. Der Fremde sprach mit ihnen und schickte sie nochmals auf den See hinaus. Sie folgten seine Worten und legten wieder ab, obwohl das am helllichten Tag überhaupt keinen Sinn ergab. Es war unglaublich, aber sie kehrten mit vollen Netzen zurück. Staunend und fragend standen Simon und sein Bruder vor diesem Mann. Welch einem Menschen waren sie da begegnet? … Mehr Simon, der Fels. Eine Passions- und Ostergeschichte von Versagen und Vergebung

„Der christliche Glaube bewährt sich in gelebtem, erzähltem und erzählbarem Leben – oder er bewährt sich nicht.“ Wo bitte geht es zu einem mutigen, uneigennützigen und lebensnahen Religionsunterricht?

Unterricht in meiner 8. Klasse: Die Stunde beginnt. Während der Hinführung und der Motivationsphase sind noch alle Schülerinnen und Schüler beteiligt. Dann ist das Thema benannt, das Lehrbuch wird geöffnet. Nun wandern einige Blicke zum Fenster, in der letzten Reihe finden kurze Seitengespräche statt. Ich bemühe mich um ein klassisches Unterrichtsgespräch. Es herrscht kein demonstratives Desinteresse, aber Leidenschaft für den Unterrichtsgegenstand sieht anders aus. Dann plötzlch die Wende … Mehr „Der christliche Glaube bewährt sich in gelebtem, erzähltem und erzählbarem Leben – oder er bewährt sich nicht.“ Wo bitte geht es zu einem mutigen, uneigennützigen und lebensnahen Religionsunterricht?

„Wir wissen, dass der Mensch im Grunde gut ist.“ Wie Desmond Tutu die christliche Anthropologie vom Kopf auf die Füße stellte.

Als die beiden Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und sein Freund, der tibetanische Dalai Lama, im April 2015 letztmalig zusammentrafen, sprach er es aus: Der Mensch ist im Grunde gut. Handelt er nicht einmal nicht gut, sei das die Ausnahme. Für einen in christlicher Theologie gründlich ausgebildeten Erzbischof ist das eine erstaunliche Aussage. Besonderen Augenmerk verdient aber … Mehr „Wir wissen, dass der Mensch im Grunde gut ist.“ Wie Desmond Tutu die christliche Anthropologie vom Kopf auf die Füße stellte.

Das große Gähnen. Ist Religionsunterricht etwas, aus dem man herauswächst wie aus Kinderkleidern? Ein Dialog zweier Betroffener

Jüngere Schülerinnen und Schüler tauchen noch gerne in die Welt der Bibel und ihre Erzählungen ein. Im Religionsunterricht älterer Schülerinnen und Schüler nehmen Lehrpersonen eine Melange aus Desinteresse und Skepsis wahr. Woran liegt es, dass religiöse Fragen bei vielen Jugendlichen das große Gähnen auslösen? Eine Religionslehrerin und ein Religionslehrer wollten sich nicht damit abfinden, haben Überlegungen zu den Ursachen angestellt und über Wege zur Lösung nachgedacht. Sie sind in einen Dialog eingetreten. … Mehr Das große Gähnen. Ist Religionsunterricht etwas, aus dem man herauswächst wie aus Kinderkleidern? Ein Dialog zweier Betroffener

„Ich bin da.“ Ein Name aus vier Buchstaben ist ein Geheimnis und zugleich eine Offenbarung. Gedanken zur biblischen Geschichte von Mose (1)

Aus dem Lateinunterricht unserer Schulzeit wissen wir: Fehlerfrei richtig übersetzt bedeutet nicht gut übersetzt. Wie aber ist der ungewöhnlich Name Gottes zu übertragen, den Mose am Dornbusch hört? … Mehr „Ich bin da.“ Ein Name aus vier Buchstaben ist ein Geheimnis und zugleich eine Offenbarung. Gedanken zur biblischen Geschichte von Mose (1)

Bibel lesen und lernen: Ein Plädoyer für mehr Narrativität im Religionsunterricht der Sekundarstufe

Sola scriptura. Dieser Grundsatz der Reformation legt fest, dass die Maßstäbe für die kirchliche Theologie ausschließlich in der Heiligen Schrift zu suchen sind, nicht in der Tradition der Kirche. Dafür bedarf es aber mehr als einer ungefähren Erinnerung an die Bibelerzählungen der Grundschule. Dieser Beitrag plädiert dafür, dass sich auch der Religionsunterricht der Sekundarstufe mehr den großen Erzähleinheiten der Bibel zuwendet. … Mehr Bibel lesen und lernen: Ein Plädoyer für mehr Narrativität im Religionsunterricht der Sekundarstufe

„Das werdet ihr büßen, und ich weiß auch schon wann.“ Als Jona ankündigen musste, was möglichst nicht geschehen sollte

Jona sitzt im Schatten des Rizinusstrauchs und zählt die Tage. Als 40 Tage vergangen sind, geschieht … nichts. Die Dächer der Häuser und der Tempel der großen Stadt glitzern nach wie vor in der Sonne. Kein Blitz, kein Erdbeben, nichts. Er ist irritiert. Da hört er wieder die Stimme: „Jona, ich habe es mir anders überlegt, ich habe Mitleid.“ -„Aber Gott, wie kannst du ihnen gnädig sein? Gut, sie haben Buße getan, aber sie dienen doch noch immer ihren Göttern. Sie glauben doch gar nicht an dich! Ist dir das egal?“ … Mehr „Das werdet ihr büßen, und ich weiß auch schon wann.“ Als Jona ankündigen musste, was möglichst nicht geschehen sollte