„Lernt schwimmen!“ Für Erich Kästners Roman „Fabian“ waren die „Goldenen 1920er Jahre“ blind und taub für die kommende Katastrophe. Wie würde der Dresdner Autor wohl die 2020er Jahre nennen?

Bei meinem Besuch in Dresden wurde ich auf Erich Kästners wichtigsten Roman für Erwachsene aufmerksam. Sein Autor war einer der wenigen Hellsichtigen, der die Gefahr des aufkommenden Faschismus erkannte. Doch der Verlag fürchtete sich und schwächte seine Warnung ab. Mein Blogbeitrag spürt der Geschichte eines Buches nach, das dieser Tage 90 Jahre alt geworden ist. … Mehr „Lernt schwimmen!“ Für Erich Kästners Roman „Fabian“ waren die „Goldenen 1920er Jahre“ blind und taub für die kommende Katastrophe. Wie würde der Dresdner Autor wohl die 2020er Jahre nennen?

„Von Politik verstehe ich nicht viel.“ Sophie Scholl zeigt, dass auch ein vermeintlich unpolitischer Mensch in der Lage ist, für das Recht einzutreten.

Sophie Scholl wurde am 22. Februar 1943 hingerichtet. Zahlreiche Dokumente zu den letzten Tagen ihres Lebens sind öffentlich zugänglich. Sie zeigen, wie viele Menschen in diesen wenigen Tagen glaubten, keine Alternative zu haben, als dem Unrecht zu dienen. So konnte das System reibungslos funktionieren. Dass so viele Räder ineinandergriffen, kostete der aufrichtigen Studentin und ihren Freunden am Ende das Leben. … Mehr „Von Politik verstehe ich nicht viel.“ Sophie Scholl zeigt, dass auch ein vermeintlich unpolitischer Mensch in der Lage ist, für das Recht einzutreten.

„Vater und Sohn“. Wie Erich Ohser der Diktatur listig die Stirn bot und den Kampf dennoch tragisch verlor

Erich Ohser schied am frühen Morgen des 6. April 1944 aus dem Leben. Uns Nachgeborenen ist Erich Ohser vor allem als Schöpfer der etwa 160 Karikaturen „Vater und Sohn“ bekannt, die zwischen 1934 und 1937 in wöchentlicher Folge in der Berliner Illustrirten Zeitung erschienen. Vordergründig bestehen seine beiden Antihelden kleine Abenteuer und vertreiben sich den Tag mit Späßen. Doch seine Karikaturen sind ebenso wenig unpolitisch wie Johanna Haarers Ratgeber für junge Mütter ideologiefrei war. … Mehr „Vater und Sohn“. Wie Erich Ohser der Diktatur listig die Stirn bot und den Kampf dennoch tragisch verlor

„Ein Indianer kennt keinen Schmerz.“ Ein unsäglicher Erziehungsratgeber lehrte Eltern, ihrer Intuition zu misstrauen, und ist für unzählige Tränen verantwortlich.

Die zum Teil traumatisierten „Kriegskinder“ rezipierten in großer Zahl den Ratgeber einer Lungenfachärztin. Als Eltern waren sie bereit, ihre Intuition Kindern gegenüber zu unterdrücken. So reproduzierten sie ihr eigenes Leid, ihre Gefühllosigkeit und ihre Bindungsarmut in der nächsten Generation. Viele sogenannte „Kriegsenkel“ suchen nun aber nach Antworten. … Mehr „Ein Indianer kennt keinen Schmerz.“ Ein unsäglicher Erziehungsratgeber lehrte Eltern, ihrer Intuition zu misstrauen, und ist für unzählige Tränen verantwortlich.

„Entscheidend ist, dass es ein einziges Buch ist.“ Warum wir die Unterscheidung zwischen Antijudaismus und Antisemitismus aufgeben sollten

Wenn Antisemitismus ein Buch ist, dann besteht es aus vielen Kapiteln. Eines der Kapitel, an dem auch Martin Luther mitgeschrieben hat, ist der kirchliche Antijudaismus. Weitere Kapitel untersuchen den nationalistischen und den rassistischen Antisemitismus, den Vernichtungs-Antisemitismus des Nationalsozialismus, den antizionistischen, den muslimischen sowie den Antisemitismus der Gegenwart, der ebenfalls rechtsextreme Wurzeln hat. Ob auf dem Titel des Buches Antijudaismus oder Antisemitismus steht, ist letztlich nicht wichtig. Entscheidend ist, dass es EIN Buch ist. … Mehr „Entscheidend ist, dass es ein einziges Buch ist.“ Warum wir die Unterscheidung zwischen Antijudaismus und Antisemitismus aufgeben sollten

„Für oder gegen den Führer?“ Ein Augenzeuge erzählt von den wenigen Stunden, in denen es noch Hoffnung gab, der Umsturz des 20. Juli 1944 könnte gelingen.

Die Nachrichten, die am Nachmittag des 20. Juli 1944 Berlin erreichten, waren nicht eindeutig. War der Führer unter den Toten? Im Bendlerblock, dem Ort, an dem die Operation Walküre anlaufen sollte, war Verunsicherung zu spüren. Wer musste mit einer Verhaftung rechnen, die Verschwörer oder die dem Nationalsozialismus treu ergebenen Offiziere? … Mehr „Für oder gegen den Führer?“ Ein Augenzeuge erzählt von den wenigen Stunden, in denen es noch Hoffnung gab, der Umsturz des 20. Juli 1944 könnte gelingen.

Der Verfolgung Gesichter zuordnen und die „Stillen Helden“ ehren. Vier Erinnerungen

Dieser Blogbeitrag will den Opfern Namen und Gesichter geben und an den Mut ihrer Helfer erinnern. Die Rechtschaffenheit der aufrechten Retterinnen und Helfern ist wahrhaft vorbildlich. Sie haben ebenso wie die bekannten Namen ein ehrendes Andenken verdient. … Mehr Der Verfolgung Gesichter zuordnen und die „Stillen Helden“ ehren. Vier Erinnerungen