Ohne die katholische Kirche wäre Rom heute eine unbedeutende Kleinstadt, behauptete einst mein Lateinlehrer. Warum er Unrecht hatte.

Im Gymnasium habe ich gelernt, nicht alles zu glauben, was die Schule lehrt. Heute, an einem frühen Sonntagmorgen, bin ich auf der Via della Conciliazione zu Fuß unterwegs. Ich will herausfinden, was mein Lateinlehrer meinte. … Mehr Ohne die katholische Kirche wäre Rom heute eine unbedeutende Kleinstadt, behauptete einst mein Lateinlehrer. Warum er Unrecht hatte.

„Dass man seine Weibsnatur jeden Tag von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekommt…“ Vor 175 Jahren starb die Komponistin Fanny Hensel.

Es ist der 9. Juli 1846. Fanny Hensel sitzt am Schreibtisch ihres sonnendurchfluteten Berliner Arbeitszimmers in der Leipziger Straße. Sie arbeitet an einem Brief. Der Empfänger dieses Schreibens ist ihr kongenialer und in ganz Europa gefeierter Bruder Felix Mendelssohn Bartholdy. Die beiden verbindet eine innige Geschwisterbeziehung. Heute teilt sie ihm eine Entscheidung mit, die zehn Jahre reifen musste. Sie ringt um Worte. … Mehr „Dass man seine Weibsnatur jeden Tag von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekommt…“ Vor 175 Jahren starb die Komponistin Fanny Hensel.

„Christ ist erstanden.“ Als Fanny Hensel den Choral in ihren Klavierzyklus „Das Jahr“ aufnahm, war das weniger ein österlicher Lobpreis, eher eine Verbeugung vor zwei verehrten Vorbildern.

„Jetzt mache ich eine andere kleine Arbeit, an der ich viel Spaß habe, nämlich eine Reihe von 12 Clavierstücken, die die Monate vorstellen sollen.“ Das schrieb Fanny Hensel im Jahr 1841 an ihren Bruder Felix Mendelssohn. Als die „kleine Arbeit“ beendet war, lag ein fast einstündiger Klavierzyklus aus 12 Monatssätzen (plus einem Epilog) vor ihr, eines ihrer umfangreichsten Kompositionen unter ihren vielen Meisterwerken. Tragischerweise wurde er zu ihren Lebzeiten nie öffentlich aufgeführt. … Mehr „Christ ist erstanden.“ Als Fanny Hensel den Choral in ihren Klavierzyklus „Das Jahr“ aufnahm, war das weniger ein österlicher Lobpreis, eher eine Verbeugung vor zwei verehrten Vorbildern.

„Sei mir ein David.“ Wie der 12-jährige Felix den 72-jährigen Herrn von Goethe an diesem Flügel aufmunterte.

„Mache mir ein wenig Lärm.“ Mit diesen Worten bat der Dichter, den jungen Künstler, für ihn auf dem Klavier zu spielen. Sich selbst verglich er mit dem biblischen König Saul, dem der junge Harfenspieler David einst vorgespielt hatte. Das Konzert zu Füßen des Königsthrons war aber, wie die biblische Geschichte erzählt, nicht ungefährlich. … Mehr „Sei mir ein David.“ Wie der 12-jährige Felix den 72-jährigen Herrn von Goethe an diesem Flügel aufmunterte.

„Wenn nicht dein Interdict mich störte.“ Warum die Komponistin Fanny Hensel lange zögerte, ihre Musik öffentlich zu präsentieren und wie sie schließlich ihre Selbstzweifel überwand

Im Mendelssohnhaus in Leipzig ist auch Fanny Hensel ein Stockwerk gewidmet. Dort sitze ich auf einem Sofa, den Kopfhörer auf den Ohren und höre ihren Klavierzyklus „Das Jahr“. Ich frage mich, ob ich einen musikalischen Niederschlag des neuen Selbstvertrauens entdecke, das sie während ihres italienischen Jahres gewonnen hatte. … Mehr „Wenn nicht dein Interdict mich störte.“ Warum die Komponistin Fanny Hensel lange zögerte, ihre Musik öffentlich zu präsentieren und wie sie schließlich ihre Selbstzweifel überwand

„Wirf dein Anliegen auf den Herrn!“ Gut ein Jahr nach der Uraufführung des Elias erlag der Komponist mehreren Schlaganfällen. Die Kehrseite des Ruhms

Als Felix Mendelssohn im Frühjahr 1847 in London eintraf, wirkte er müde und erschöpft. Hatte er vor den bevorstehenden Proben und Konzerten ausreichend Kraft gesammelt? Vielleicht wäre er anders mit den Konzertanfragen umgegangen, hätte er geahnt, dass es sein letzter Besuch auf der Insel sein würde? Am 4. November 1847, vor 175 Jahren, erlag er in Leipzig mehreren Schlaganfällen. … Mehr „Wirf dein Anliegen auf den Herrn!“ Gut ein Jahr nach der Uraufführung des Elias erlag der Komponist mehreren Schlaganfällen. Die Kehrseite des Ruhms

Das Meisterwerk zwischen „Paulus“ und „Christus“. Nach Mendelssohns „Elias“ versuchten intolerante Widersacher, den Ruf des Komponisten posthum zu ruinieren.

Antisemiten wie Richard Wagner und nach ihm die Nationalsozialisten versuchten nach dem Tod Mendelssohn, seinen Ruhm zu beschmutzen, indem sie seinen Werken einen Mangel an musikalischer Tiefe vorwarfen. Als Sohn jüdischer Eltern sei er zu ganz Großem nicht befähigt gewesen. Doch die Musikwissenschaft ist heute anderer Meinung. … Mehr Das Meisterwerk zwischen „Paulus“ und „Christus“. Nach Mendelssohns „Elias“ versuchten intolerante Widersacher, den Ruf des Komponisten posthum zu ruinieren.

Ein zorniger Prophet und ein zweifelnder Suchender – Wer war Elia? Und wer ist Mendelssohns Elias?

Wer ist Elias? In Teil 1 von Mendelssohns Oratorium ist keine Zeile zu viel, kein Takt überflüssig. Teil 2 ist weniger stringent. Trost und Selbstzweifel, Gottesbegegnung und das Finale des Oratoriums sind vergleichsweise locker aneinandergereiht. Darf ein kritischer Hörer hier von „Längen“ sprechen? Auf der Suche nach einer Antwort frage ich mich: Wer war der biblische Prophet Elia? … Mehr Ein zorniger Prophet und ein zweifelnder Suchender – Wer war Elia? Und wer ist Mendelssohns Elias?

Atemlos in Birmingham. Der Erfolg der Uraufführung von Mendelssohns „Elias“ war grandios. Doch welchen Preis musste der sensible Komponist dafür bezahlen?

Das Musikfest in Birmingham sollte der Höhepunkt der städitschen Kultursaison werden. Es waren sechs Konzerte in vier Tagen mit Georg Friedrich Händels Messias, Joseph Haydns Schöpfung, Beethovens Missa Solemnis und weiteren Orchesterwerke. Und das neue Oratorium von Felix Mendelssohn, dem Leiter des Festivals, sollte erstmalig erklingen. Die Anstrengungen dieser Tage müssen für den sensiblen und perfektionistischen Künstler immens gewesen sein. Warum verlangte er sich so unendlich viel ab? … Mehr Atemlos in Birmingham. Der Erfolg der Uraufführung von Mendelssohns „Elias“ war grandios. Doch welchen Preis musste der sensible Komponist dafür bezahlen?