„Dass man seine Weibsnatur jeden Tag von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekommt…“ Vor 175 Jahren starb die Komponistin Fanny Hensel.

Es ist der 9. Juli 1846. Fanny Hensel sitzt am Schreibtisch ihres sonnendurchfluteten Berliner Arbeitszimmers in der Leipziger Straße. Sie arbeitet an einem Brief. Der Empfänger dieses Schreibens ist ihr kongenialer und in ganz Europa gefeierter Bruder Felix Mendelssohn Bartholdy. Die beiden verbindet eine innige Geschwisterbeziehung. Heute teilt sie ihm eine Entscheidung mit, die zehn Jahre reifen musste. Sie ringt um Worte. … Mehr „Dass man seine Weibsnatur jeden Tag von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekommt…“ Vor 175 Jahren starb die Komponistin Fanny Hensel.

„Wenn nicht dein Interdict mich störte.“ Warum die Komponistin Fanny Hensel lange zögerte, ihre Musik öffentlich zu präsentieren und wie sie schließlich ihre Selbstzweifel überwand

Im Mendelssohnhaus in Leipzig ist auch Fanny Hensel ein Stockwerk gewidmet. Dort sitze ich auf einem Sofa, den Kopfhörer auf den Ohren und höre ihren Klavierzyklus „Das Jahr“. Ich frage mich, ob ich einen musikalischen Niederschlag des neuen Selbstvertrauens entdecke, das sie während ihres italienischen Jahres gewonnen hatte. … Mehr „Wenn nicht dein Interdict mich störte.“ Warum die Komponistin Fanny Hensel lange zögerte, ihre Musik öffentlich zu präsentieren und wie sie schließlich ihre Selbstzweifel überwand

„Wirf dein Anliegen auf den Herrn!“ Gut ein Jahr nach der Uraufführung des Elias erlag der Komponist mehreren Schlaganfällen. Die Kehrseite des Ruhms

Als Felix Mendelssohn im Frühjahr 1847 in London eintraf, wirkte er müde und erschöpft. Hatte er vor den bevorstehenden Proben und Konzerten ausreichend Kraft gesammelt? Vielleicht wäre er anders mit den Konzertanfragen umgegangen, hätte er geahnt, dass es sein letzter Besuch auf der Insel sein würde? Am 4. November 1847, vor 175 Jahren, erlag er in Leipzig mehreren Schlaganfällen. … Mehr „Wirf dein Anliegen auf den Herrn!“ Gut ein Jahr nach der Uraufführung des Elias erlag der Komponist mehreren Schlaganfällen. Die Kehrseite des Ruhms

Das Meisterwerk zwischen „Paulus“ und „Christus“. Nach Mendelssohns „Elias“ versuchten intolerante Widersacher, den Ruf des Komponisten posthum zu ruinieren.

Antisemiten wie Richard Wagner und nach ihm die Nationalsozialisten versuchten nach dem Tod Mendelssohn, seinen Ruhm zu beschmutzen, indem sie seinen Werken einen Mangel an musikalischer Tiefe vorwarfen. Als Sohn jüdischer Eltern sei er zu ganz Großem nicht befähigt gewesen. Doch die Musikwissenschaft ist heute anderer Meinung. … Mehr Das Meisterwerk zwischen „Paulus“ und „Christus“. Nach Mendelssohns „Elias“ versuchten intolerante Widersacher, den Ruf des Komponisten posthum zu ruinieren.

Wunderkind und Witwenzeit. Wenn der Weg zum Ruhm über Sorgen und Enttäuschungen führt. Gedanken am Grab von Clara Schumann

Sonntag, der 24. Mai 1896. Clara Schumann wird in Bonn an der Seite ihres Ehemannes bestattet. Fünf Tage zuvor, am Mittwoch, dem 20. Mai, war sie 76-jährig in Frankfurt in Anwesenheit zweier ihrer Töchter und eines Enkelsohnes verstorben. 125 Jahre nach diesem Ereignis stehe ich selbst an dieser Stelle. Wer war die Frau, die an diesem Tag zu Grabe getragen wurde? Wer war sie, deren Karriere als Wunderkind begonnen hatte und die als Ehefrau und Witwe von Robert Schumann, als kritische Herausgeberin seiner Werke und als Mutter von acht Kindern zur international gefeierten Klaviervirtuosin geworden war? … Mehr Wunderkind und Witwenzeit. Wenn der Weg zum Ruhm über Sorgen und Enttäuschungen führt. Gedanken am Grab von Clara Schumann

„Wenn du ihn sehen könntest …“ Wenn Johann Sebastian Bach dirigierte.

Wenn du ihn könntest, wie er auf alle zugleich achtet oder von dreißig oder vierzig Musizierenden diesen durch ein Kopfnicken, den nächsten durch Aufstampfen mit dem Fuß, den dritten mit drohendem Finger zu Rhythmus und Takt anhält, dem einen in hoher, dem anderen in tiefer, dem dritten in mittlere Lage seinen Ton angibt, wie er ganz allein mitten im lautesten Spiel der Musiker, obwohl er selbst den schwierigsten Part hat … Mehr „Wenn du ihn sehen könntest …“ Wenn Johann Sebastian Bach dirigierte.

Welche der sechs Kantaten von Bachs Weihnachtsoratorium war für die Adventszeit bestimmt? Keine.

Völlig zu Recht wurde Johann Sebastian Bach auch der Fünfte Evangelist genannt. In einer unübertroffenen Weise hat er Theologie und Kompositionskunst aufeinander bezogen. Das Weihnachtsoratorium ist – auch wenn es heute in der Regel konzertant aufgeführt wird – eine klingende Predigt. … Mehr Welche der sechs Kantaten von Bachs Weihnachtsoratorium war für die Adventszeit bestimmt? Keine.