Gliederschmerzen und ein Abschiedsgruß. Als Lucio Dalla ein Konzert (vielleicht) mit einem Friedensappell beendete

Es war an einem 10. August, als ich das einzige Mal in meinem Leben ein Konzert von Lucio Dalla besuchte. Am späten Abend verabschiedete sich der Künstler von seinem Publikum mit den Worten: „La Notte di San Lorenzo!“
In Italien gibt es den Glauben, dass Wünsche dieser Nacht in Erfüllung gehen, wenn eine Sternschnuppe am Himmel erscheint. Heute frage ich mich: Wollte Lucio anregen, die Nacht der Sternschnuppen zu nutzen oder erinnerte er mit diesem Gruß an einen Antikriegsfilm aus dem Jahr 1982? Beides hätte zu ihm gepasst. … Mehr Gliederschmerzen und ein Abschiedsgruß. Als Lucio Dalla ein Konzert (vielleicht) mit einem Friedensappell beendete

Caffè sospeso – der „Kaffee in der Schwebe“. Warum ein glücklicher Mensch in der Weihnachtszeit einem Unbekannten einen Kaffee bezahlt

In Napoli ist es bis heute in der Weihnachtszeit Tradition, einem Armen einen Kaffee im Voraus zu bezahlen. Der Name des Spenders wird auf einer Tafel festgehalten. Kommt ein Bedürftiger vorbei, trinkt er den Caffè, den ein unbekannter Spender bezahlt hat. So habe ich im Café Napoli auch einen Caffè Sospeso bezahlt. … Mehr Caffè sospeso – der „Kaffee in der Schwebe“. Warum ein glücklicher Mensch in der Weihnachtszeit einem Unbekannten einen Kaffee bezahlt

Stazione di Milano Centrale. Ein pragmatischer Weg mit der faschistischen Vergangenheit eines Bauwerks umzugehen

Gut sichtbar ließ Mussolini, der an der Eröffnung am 1. Juli 1931 gar nicht teilnahm, weil auch der Erzbischof von Mailand aus Protest gegen staatliche Übergriffe abgesagt hatte, eine Inschrift anbringen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde ihre zweite Zeile entfernt. Dies geschah aber so, dass bis heute die Abdrücke der Zahlen und Buchstaben zu erkennen sind. Auch 75 Jahre nach dem Ende des italienischen Faschismus sind sie ein stilles, pragmatisches, aber deutliches Zeichen … Mehr Stazione di Milano Centrale. Ein pragmatischer Weg mit der faschistischen Vergangenheit eines Bauwerks umzugehen

„Ti voglio bene assai.“ Als der schwerkranke Maestro in die grünen Augen seiner Schülerin blickte. Eine Erinnerung an Enrico Caruso

Lucio Dallas berühmtes Lied „Caruso“ wurde eines der erfolgreichsten und vielleicht auch eines der schönsten Lieder des Bolognesers. Der Refrain erinnert an den neapolitanischen Dialekt des großen Tenors. Es ist ein musikalisches Denkmal für den früh Verstorbenen und zugleich ein philosophisches Gedicht über die Werte, die letztendlich im Leben zählen. … Mehr „Ti voglio bene assai.“ Als der schwerkranke Maestro in die grünen Augen seiner Schülerin blickte. Eine Erinnerung an Enrico Caruso

Wenn sich geschlossene Türen öffnen… In Umbrien einer Franziskus-Legende auf der Spur

Nichts in Gubbio erinnerte mich bei meinem Besuch vor zwei Jahren an den gefährlichen Wolf, der die Menschen der umbrischen Stadt einst in Angst versetzt haben soll. Nur die geschlossenen und auffällig gestalteten doppelten Eingangstüren der Stadthäuser, die sogenannten „Türen des Todes“, ließen mich an die Legende denken, die von Franziskus von Assisi erzählt wird. Ein ungeheuer großer Wolf, wild und gefräßig, habe solchen Schrecken verbreitet, dass die Menschen ihre Häuser kaum noch verlassen hätten. Auf seinen Reisen sei Franziskus auch in diese Stadt gekommen. … Mehr Wenn sich geschlossene Türen öffnen… In Umbrien einer Franziskus-Legende auf der Spur

Ein Aufstand von 2100 Jahren ist Vorbild bis heute. Wirklich? Eine Entdeckung in Sizilien

Caltabellotta ist ein Städtchen unweit von Agrigento im Südwesten Siziliens. Es erhebt sich in Sichtweite des Meers bis fast in 1000 Meter Höhe und bietet für jede und jeden, die oder der sich die Mühe macht, durch die schmalen Gassen bis zur Kathedrale Maria Santissima Assunta emporzusteigen, ein einmaliges Panorama. An der höchsten Stelle hat der Gemeinderat eine Gedenktafel angebracht, die an ein über 2100 Jahre altes Ereignis erinnert. Es geht um Freiheit und Revolte. Eine Entdeckung in Sizilien. … Mehr Ein Aufstand von 2100 Jahren ist Vorbild bis heute. Wirklich? Eine Entdeckung in Sizilien

Kalabrien: Es ist fast unmöglich zu erklären, worin das Faszinierende des Landes an der Stiefelspitze Italiens begründet liegt. Ich will es dennoch versuchen.

Kalbrien: Die Straßen im Quartier sind so schlecht, dass die Leute mit den Fahrrädern stürzen. Die Autofahrer brettern dennoch viel zu schnell durchs Viertel – mit dem Handy am Ohr. Doch wir kommen immer wieder. Wir genießen das Meer, die Sonne, den Schatten, die warmen Abende, das einfache, aber gute Essen: Antipasti, Pasta, Fisch oder Pizza. Nirgendwo – außer in Neapel – habe ich so gute Pizza gegessen wie in Kalabrien. Wir lesen, schwimmen, faulenzen oder genehmigen uns einen Aperitivo. … Mehr Kalabrien: Es ist fast unmöglich zu erklären, worin das Faszinierende des Landes an der Stiefelspitze Italiens begründet liegt. Ich will es dennoch versuchen.