„Dass man seine Weibsnatur jeden Tag von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekommt…“ Vor 175 Jahren starb die Komponistin Fanny Hensel.

Es ist der 9. Juli 1846. Fanny Hensel sitzt am Schreibtisch ihres sonnendurchfluteten Berliner Arbeitszimmers in der Leipziger Straße. Sie arbeitet an einem Brief. Der Empfänger dieses Schreibens ist ihr kongenialer und in ganz Europa gefeierter Bruder Felix Mendelssohn Bartholdy. Die beiden verbindet eine innige Geschwisterbeziehung. Heute teilt sie ihm eine Entscheidung mit, die zehn Jahre reifen musste. Sie ringt um Worte. … Mehr „Dass man seine Weibsnatur jeden Tag von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekommt…“ Vor 175 Jahren starb die Komponistin Fanny Hensel.

„Sei mir ein David.“ Wie der 12-jährige Felix den 72-jährigen Herrn von Goethe an diesem Flügel aufmunterte.

„Mache mir ein wenig Lärm.“ Mit diesen Worten bat der Dichter, den jungen Künstler, für ihn auf dem Klavier zu spielen. Sich selbst verglich er mit dem biblischen König Saul, dem der junge Harfenspieler David einst vorgespielt hatte. Das Konzert zu Füßen des Königsthrons war aber, wie die biblische Geschichte erzählt, nicht ungefährlich. … Mehr „Sei mir ein David.“ Wie der 12-jährige Felix den 72-jährigen Herrn von Goethe an diesem Flügel aufmunterte.

„Wenn nicht dein Interdict mich störte.“ Warum die Komponistin Fanny Hensel lange zögerte, ihre Musik öffentlich zu präsentieren und wie sie schließlich ihre Selbstzweifel überwand

Im Mendelssohnhaus in Leipzig ist auch Fanny Hensel ein Stockwerk gewidmet. Dort sitze ich auf einem Sofa, den Kopfhörer auf den Ohren und höre ihren Klavierzyklus „Das Jahr“. Ich frage mich, ob ich einen musikalischen Niederschlag des neuen Selbstvertrauens entdecke, das sie während ihres italienischen Jahres gewonnen hatte. … Mehr „Wenn nicht dein Interdict mich störte.“ Warum die Komponistin Fanny Hensel lange zögerte, ihre Musik öffentlich zu präsentieren und wie sie schließlich ihre Selbstzweifel überwand