Das Meisterwerk zwischen „Paulus“ und „Christus“. Nach Mendelssohns „Elias“ versuchten intolerante Widersacher, den Ruf des Komponisten posthum zu ruinieren.

Antisemiten wie Richard Wagner und nach ihm die Nationalsozialisten versuchten nach dem Tod Mendelssohn, seinen Ruhm zu beschmutzen, indem sie seinen Werken einen Mangel an musikalischer Tiefe vorwarfen. Als Sohn jüdischer Eltern sei er zu ganz Großem nicht befähigt gewesen. Doch die Musikwissenschaft ist heute anderer Meinung. … Mehr Das Meisterwerk zwischen „Paulus“ und „Christus“. Nach Mendelssohns „Elias“ versuchten intolerante Widersacher, den Ruf des Komponisten posthum zu ruinieren.

„Das Lieben bringt groß Freud.“ Wir kennen dieses Volkslied – und wissen wenig über den, dem wir es verdanken.

Wer ist der Komponist dieses Liedes? Wer schuf die Melodie zu dem Eichendorff-Klassiker „In einem kühlen Grunde“ und vertonte Heinrich Heines „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“? So bekannt und beliebt diese Lieder heute auch sind, die wenigsten kennen oder wissen etwas über ihren Schöpfer. Oder wem fällt bei „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ und bei „So nimm denn meine Hände“  auf Anhieb der Name des schwäbischen Komponisten Friedrich Silcher ein? … Mehr „Das Lieben bringt groß Freud.“ Wir kennen dieses Volkslied – und wissen wenig über den, dem wir es verdanken.

Beethoven war nicht der Hero, den die Nachwelt aus ihm machte.

Das Jubiläumsjahr des großen rheinländisch-Wiener Musikers ist fast zu Ende. Seine Musik ist weit seltener erklungen, als sie es im Jahr seines 250. Geburtstags verdient gehabt hätte und als es geplant war. Festivals wurden abgesagt, Konzerte wurden verschoben. Doch manches erklang im virtuellen Raum. Neue Wege, die Beethoven noch nicht kannte, ermöglichen die Erinnerung an den 250. Geburtstag Beethovens auf andere Art. Er, der zeitlebens die Grenzen, die ihm das musikalische Format setzte, so weit verschob, wie es nur irgend möglich war, hätte diese Entwicklung begrüßt. … Mehr Beethoven war nicht der Hero, den die Nachwelt aus ihm machte.

Beethoven hätte das digitale Format seiner Geburtstagsfeier begrüßt.

Horst Heller CC BYDie Blogbeiträge vom 16.12. und 17.12.2020 als PDF zum Download Das Jubiläumsjahr des großen rheinländisch-Wiener Musikers ist fast zu Ende. Seine Musik ist weit seltener erklungen, als sie es im Jahr seines 250. Geburtstags verdient gehabt hätte und als es geplant war. Festivals wurden abgesagt,  Konzerte wurden verschoben. Doch manches erklang im … Mehr Beethoven hätte das digitale Format seiner Geburtstagsfeier begrüßt.

Löwengebrüll, Mückenschwirren und Pastoraloboen – Joseph Haydn und seine „Schöpfung“ (6/6)

Diese zarte Verbundenheit der beiden neu Geschaffenen liefert neben der Erhabenheit der Lobpreisungen und der Volkstümlichkeit der Naturschilderungen den dritten Grund für den seit über 200 Jahren andauernden Erfolg der Schöpfung: Die anrührende Innigkeit der besungenen Liebe. … Mehr Löwengebrüll, Mückenschwirren und Pastoraloboen – Joseph Haydn und seine „Schöpfung“ (6/6)

Warum der Schöpfergott nicht mit einem Kammerorchester gepriesen werden kann – Joseph Haydn und seine „Schöpfung“ (5/6)

Zum ersten Mal wird die biblische Schöpfungsgeschichte zum Thema einer großer Komposition. Als religiöses Werk will die Schöpfung aber nicht verstanden werden. Sie gehört in einen Konzertsaal, nicht in eine Kirche. … Mehr Warum der Schöpfergott nicht mit einem Kammerorchester gepriesen werden kann – Joseph Haydn und seine „Schöpfung“ (5/6)

Drei Erzengel und die Aufklärung – Joseph Haydn und seine „Schöpfung“ (4/6)

War es möglich, die beiden biblischen Quellen des Oratoriums „Die Schöpfung“ und das Milton-Gedicht „Paradise Lost“ mit dem Zeitgeist des späten 18. Jahrhunderts zu versöhnen? Nicht alle sahen damals in dem Libretto eine gelungene Synthese. Am berühmtesten ist Friedrich Schillers Verdikt. … Mehr Drei Erzengel und die Aufklärung – Joseph Haydn und seine „Schöpfung“ (4/6)

Wenn Beethoven auf die Knie fällt – Joseph Haydn und seine „Schöpfung“ (3/6)

Als am Abend der Uraufführung die letzten Töne des Oratoriums verklungen sind, sind sich die Musikkenner Wiens einig: Der Abend war der Höhepunkt der Saison, das Werk die Krönung des kompositorischen Schaffens des Maestro, der so viele Jahre abseits der kulturellen Zentren gelebt hat. … Mehr Wenn Beethoven auf die Knie fällt – Joseph Haydn und seine „Schöpfung“ (3/6)

England, das Libretto und Baron van Swieten – Joseph Haydns und seine „Schöpfung“ (2/6)

Joseph Haydns Schöpfung. Damit das stilbildende Werk Haydns enstehen konnte, brauchte es einen Ideengeber aus England, einen niederländisch-österreichischen Baron und einen Komponisten als Teamplayer. Zwischen der Idee und der Uraufführung war lange Wegstrecke zurückzulegen. … Mehr England, das Libretto und Baron van Swieten – Joseph Haydns und seine „Schöpfung“ (2/6)

Wunderkinder, wahre Größe und die Freiheit des Alters – Joseph Haydn und seine „Schöpfung“ (1/6)

Drei Annäherungen an den großen Protagonisten der Wiener Klassik: 1. Auch ein Wiener Sängerknabe braucht fürsorgliche Eltern. 2. Wahre Größe kann wahre Größe anerkennen. 3. Ein Meisterwerk entfaltet sich in der Freiheit der Form. … Mehr Wunderkinder, wahre Größe und die Freiheit des Alters – Joseph Haydn und seine „Schöpfung“ (1/6)