„O Welt, ich muss dich lassen.“ Wie ein Lied der Wanderburschen zu einem Passions- und Beerdigungschoral wurde. Sechs Stationen einer Melodie

Ende des 15. Jahrhunderts. Auf Festen lernen die Mädchen von Innsbruck die Handwerkerburschen kennen, die in die Stadt gekommen sind. Eines der Lieder dieser Zeit ist bis heute bekannt und hat sich selbst auf Wanderschaft begeben. Die Stationen dieser Karriere heißen Heinrich Isaac, Paul Gerhardt, Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms. … Mehr „O Welt, ich muss dich lassen.“ Wie ein Lied der Wanderburschen zu einem Passions- und Beerdigungschoral wurde. Sechs Stationen einer Melodie

„Wie lieblich sind deine Wohnungen.“ Ein uraltes Sehnsuchtslied und ein deutsches Requiem

Johannes Brahms wählte für das Herzstück seines „Deutschen Requiems“ den Text eines biblischen Pilgerliedes. Sein unkonventionelles Oratorium enthält dennoch keine ausgesprochen christliche Botschaft. … Mehr „Wie lieblich sind deine Wohnungen.“ Ein uraltes Sehnsuchtslied und ein deutsches Requiem

„Licht!“ Der berühmteste C-Dur-Akkord der Musikgeschichte erklang am 30. April 1798 in Wien. Hier ist seine Vorgeschichte.

Joseph Haydns Schöpfung. Damit das stilbildende Werk Haydns enstehen konnte, brauchte es einen Ideengeber aus England, einen niederländisch-österreichischen Baron und einen Komponisten als Teamplayer. Zwischen der Idee und der Uraufführung war eine lange Wegstrecke zurückzulegen. … Mehr „Licht!“ Der berühmteste C-Dur-Akkord der Musikgeschichte erklang am 30. April 1798 in Wien. Hier ist seine Vorgeschichte.

„Mir ist grad nicht nach „Jauchzet, frohlocket!“ zumute. Eine Anfrage an Johann Sebastians Weihnachtsoratorium

In der Zeit des Barock, in der das Weihnachtsoratorium komponiert wurde, waren die Gefahren von Krankheiten und Krisen sehr präsent. Wenn das Weihnachtsoratorium in den Gottesdiensten der Stadt Leipzig dennoch erklang, war das ein gesungener Protest gegen die Depression: „Lasset das Zagen, verbannet die Klage!“ … Mehr „Mir ist grad nicht nach „Jauchzet, frohlocket!“ zumute. Eine Anfrage an Johann Sebastians Weihnachtsoratorium

„Wirf dein Anliegen auf den Herrn!“ Gut ein Jahr nach der Uraufführung des Elias erlag der Komponist mehreren Schlaganfällen. Die Kehrseite des Ruhms

Als Felix Mendelssohn im Frühjahr 1847 in London eintraf, wirkte er müde und erschöpft. Hatte er vor den bevorstehenden Proben und Konzerten ausreichend Kraft gesammelt? Vielleicht wäre er anders mit den Konzertanfragen umgegangen, hätte er geahnt, dass es sein letzter Besuch auf der Insel sein würde? Am 4. November 1847, vor 175 Jahren, erlag er in Leipzig mehreren Schlaganfällen. … Mehr „Wirf dein Anliegen auf den Herrn!“ Gut ein Jahr nach der Uraufführung des Elias erlag der Komponist mehreren Schlaganfällen. Die Kehrseite des Ruhms

Das Meisterwerk zwischen „Paulus“ und „Christus“. Nach Mendelssohns „Elias“ versuchten intolerante Widersacher, den Ruf des Komponisten posthum zu ruinieren.

Antisemiten wie Richard Wagner und nach ihm die Nationalsozialisten versuchten nach dem Tod Mendelssohn, seinen Ruhm zu beschmutzen, indem sie seinen Werken einen Mangel an musikalischer Tiefe vorwarfen. Als Sohn jüdischer Eltern sei er zu ganz Großem nicht befähigt gewesen. Doch die Musikwissenschaft ist heute anderer Meinung. … Mehr Das Meisterwerk zwischen „Paulus“ und „Christus“. Nach Mendelssohns „Elias“ versuchten intolerante Widersacher, den Ruf des Komponisten posthum zu ruinieren.

„Das Lieben bringt groß Freud.“ Wir kennen dieses Volkslied – und wissen wenig über den, dem wir es verdanken.

Wer ist der Komponist dieses Liedes? Wer schuf die Melodie zu dem Eichendorff-Klassiker „In einem kühlen Grunde“ und vertonte Heinrich Heines „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“? So bekannt und beliebt diese Lieder heute auch sind, die wenigsten kennen oder wissen etwas über ihren Schöpfer. Oder wem fällt bei „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ und bei „So nimm denn meine Hände“  auf Anhieb der Name des schwäbischen Komponisten Friedrich Silcher ein? … Mehr „Das Lieben bringt groß Freud.“ Wir kennen dieses Volkslied – und wissen wenig über den, dem wir es verdanken.

Beethoven war nicht der Hero, den die Nachwelt aus ihm machte.

Das Jubiläumsjahr des großen rheinländisch-Wiener Musikers ist fast zu Ende. Seine Musik ist weit seltener erklungen, als sie es im Jahr seines 250. Geburtstags verdient gehabt hätte und als es geplant war. Festivals wurden abgesagt, Konzerte wurden verschoben. Doch manches erklang im virtuellen Raum. Neue Wege, die Beethoven noch nicht kannte, ermöglichen die Erinnerung an den 250. Geburtstag Beethovens auf andere Art. Er, der zeitlebens die Grenzen, die ihm das musikalische Format setzte, so weit verschob, wie es nur irgend möglich war, hätte diese Entwicklung begrüßt. … Mehr Beethoven war nicht der Hero, den die Nachwelt aus ihm machte.

Beethoven hätte das digitale Format seiner Geburtstagsfeier begrüßt.

Horst Heller CC BYDie Blogbeiträge vom 16.12. und 17.12.2020 als PDF zum Download Das Jubiläumsjahr des großen rheinländisch-Wiener Musikers ist fast zu Ende. Seine Musik ist weit seltener erklungen, als sie es im Jahr seines 250. Geburtstags verdient gehabt hätte und als es geplant war. Festivals wurden abgesagt,  Konzerte wurden verschoben. Doch manches erklang im … Mehr Beethoven hätte das digitale Format seiner Geburtstagsfeier begrüßt.

Löwengebrüll, Mückenschwirren und Pastoraloboen – Joseph Haydn und seine „Schöpfung“ (6/6)

Diese zarte Verbundenheit der beiden neu Geschaffenen liefert neben der Erhabenheit der Lobpreisungen und der Volkstümlichkeit der Naturschilderungen den dritten Grund für den seit über 200 Jahren andauernden Erfolg der Schöpfung: Die anrührende Innigkeit der besungenen Liebe. … Mehr Löwengebrüll, Mückenschwirren und Pastoraloboen – Joseph Haydn und seine „Schöpfung“ (6/6)