„Mein Gott ist bei mir. Ich seh‘ ihn nicht, versteh‘ ihn nicht. Und trotzdem ist er hier.“ Warum die Erzählung von Josef bis heute Menschen anrührt und was wir von ihr lernen können.

Ein Vater, vier Mütter, zwölf Söhne und mehrere Schwestern – das gibt es bei uns nicht mehr. Ein Leben in der Wüste ist uns ebenso wenig geläufig wie das Innere eines Gefängnisses oder die Pflichten und Rechte am Hof eines Pharao. Selbsternannten Traumdeutern begegnen wir mit Skepsis. Hungersnöte mussten wir bislang nicht erleiden. Der Erzählzyklus „Josef und seine Brüder“ spielt in einer fremden Welt und einer fremden Zeit. Und doch – oder gerade deshalb – regt er unsere Fantasie an. Denn er enthält ungewöhnlich viele Aspekte, die Menschen jeden Alters mit eigenen Erfahrungen verknüpfen können. … Mehr „Mein Gott ist bei mir. Ich seh‘ ihn nicht, versteh‘ ihn nicht. Und trotzdem ist er hier.“ Warum die Erzählung von Josef bis heute Menschen anrührt und was wir von ihr lernen können.

Die Anbetung der Könige – Ein Bild, das Hoheit und Würde neu definiert

Warum trägt Maria, die blass, aber keineswegs erschöpft wirkt, kein Lächeln auf ihren Lippen? Auch der Besuch der Hoheiten scheint ihr nicht zu schmeicheln. Der Grund dafür findet sich über ihr. Ob die Mächtigen aus Kirche und Staat des 15. Jahrhunderts spürten, mit welch provokantem Bild sie ihre Kirche geschmückt hatten? … Mehr Die Anbetung der Könige – Ein Bild, das Hoheit und Würde neu definiert

Der kurze Weihnachtsfrieden vom 24.12.1914. Ein Wunder, als es niemand für möglich hielt

Geplant war ein kurzer Waffengang. An Weihnachten wollte man wieder daheim bei den Liebsten sein. Doch der Durchmarsch kam in Belgien zum Stehen. Die verfeindeten Truppen begannen Ende 1914, sich einzugraben. Mitunter waren die feindlichen Linien nur wenige Dutzend Meter voneinander entfernt – in Hörweite. Was dann an einem Frontabschnitt in den Ardennen geschah, schildert ein deutscher Soldat. … Mehr Der kurze Weihnachtsfrieden vom 24.12.1914. Ein Wunder, als es niemand für möglich hielt

Da – da – da – daaaa! Das berühmteste Motiv der Musikgeschichte erklang wenige Tage vor dem Weihnachtsfest 1808 zum ersten Mal: Beethovens Fünfte

Beethovens Fünfte war und ist keineswegs eine Hommage an den deutschen Nationalismus, sondern eher eine musikalische Verarbeitung von Motiven der Französischen Revolution. Und mit der wollten die Nazis ja nichts zu tun haben. … Mehr Da – da – da – daaaa! Das berühmteste Motiv der Musikgeschichte erklang wenige Tage vor dem Weihnachtsfest 1808 zum ersten Mal: Beethovens Fünfte

Beethoven war nicht der Hero, den die Nachwelt aus ihm machte.

Das Jubiläumsjahr des großen rheinländisch-Wiener Musikers ist fast zu Ende. Seine Musik ist weit seltener erklungen, als sie es im Jahr seines 250. Geburtstags verdient gehabt hätte und als es geplant war. Festivals wurden abgesagt, Konzerte wurden verschoben. Doch manches erklang im virtuellen Raum. Neue Wege, die Beethoven noch nicht kannte, ermöglichen die Erinnerung an den 250. Geburtstag Beethovens auf andere Art. Er, der zeitlebens die Grenzen, die ihm das musikalische Format setzte, so weit verschob, wie es nur irgend möglich war, hätte diese Entwicklung begrüßt. … Mehr Beethoven war nicht der Hero, den die Nachwelt aus ihm machte.

Beethoven hätte das digitale Format seiner Geburtstagsfeier begrüßt.

Horst Heller CC BYDie Blogbeiträge vom 16.12. und 17.12.2020 als PDF zum Download Das Jubiläumsjahr des großen rheinländisch-Wiener Musikers ist fast zu Ende. Seine Musik ist weit seltener erklungen, als sie es im Jahr seines 250. Geburtstags verdient gehabt hätte und als es geplant war. Festivals wurden abgesagt,  Konzerte wurden verschoben. Doch manches erklang im … Mehr Beethoven hätte das digitale Format seiner Geburtstagsfeier begrüßt.

War Beethovens Metronom in Reparatur? Das Rätsel um das teuflische Tempo im Schlusssatz von Beethovens Vierter

Langsamer Beginn, rasend schneller Schlusssatz. Diese Sinfonie ist eine Komposition der Extreme. Wieder reizte Beethoven die Spielräume, die ihm die musikalische Form gab, bis an ihre Grenzen aus, um sie in seiner letzten großen Sinfonie schließlich ganz zu sprengen. … Mehr War Beethovens Metronom in Reparatur? Das Rätsel um das teuflische Tempo im Schlusssatz von Beethovens Vierter

„Nicht darüber reden. Es war eine schreckliche Zeit.“ Wie der Kniefall von Warschau mit einem Tabu brach.

CC BY Horst HellerPDF-Version dieses Artikel als Download In diesen Tagen jährt sich das Gedenken an Willy Brandts symbolischen Kniefall vor dem Denkmal des Aufstandes im Warschauer Ghetto zum 50. Mal. Er ist in der kollektiven Erinnerung weniger präsent als das berühmte deutsch-französische Treffen auf den Schlachtfeldern von Verdun, wo sich Francois Mitterrand und Helmut … Mehr „Nicht darüber reden. Es war eine schreckliche Zeit.“ Wie der Kniefall von Warschau mit einem Tabu brach.

„Weihnachtsoratorium, du fehlst mir!“ Zwölf Fragen an Johann Sebastians Meisterwerk

In diesem Jahr ist alles anders. Konzertsäle sind geschlossen und werden in diesem Jahr nicht mehr öffnen. Für mich kein Grund, auf „mein“ Weihnachtsoratorium zu verzichten. Ich habe versucht, meinem musikalischen Begleiter der Adventszeit einmal historisch, musikalisch und theologisch auf dem Grund zu gehen. … Mehr „Weihnachtsoratorium, du fehlst mir!“ Zwölf Fragen an Johann Sebastians Meisterwerk

„Wozu die Friedhofsmauer? Die drinnen sind, können nicht hinaus, die draußen sind, wollen nicht hinein.“

Wo wir nach Ende unseres Lebens hingehen, gibt es kein Eigentum. Doch an dem Ort, an dem wir der Menschen gedenken, die von uns gegangen sind, wird noch streng auf Mein und Dein geachtet. Womit wir die Gräber der Verstorbenen gießen, ist privates Eigentum der Lebenden. Meine Impressionen auf den dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin. … Mehr „Wozu die Friedhofsmauer? Die drinnen sind, können nicht hinaus, die draußen sind, wollen nicht hinein.“