Mit weniger Prüfungen Leistung umfassender wahrnehmen. Nach der Pandemie brauchen wir eine Neuausrichtung der Leistungsbewertung in der Schule.

Die Pandemie hat in vielen Bereichen wie ein Brennglas gewirkt. Sie hat den Scheinwerfer auf die problematische Praxis der Leistungsbewertung in der Schule gelenkt. Die weiterführenden Schulen sollten nach dem Ende der Krise nicht zum vorherigen Zustand zurückzukehren, sondern die Zeit des Umbruchs für eine pädagogische Neuausrichtung nutzen. Wie kann das gelingen? … Mehr Mit weniger Prüfungen Leistung umfassender wahrnehmen. Nach der Pandemie brauchen wir eine Neuausrichtung der Leistungsbewertung in der Schule.

Wenn sich geschlossene Türen öffnen… In Umbrien einer Franziskus-Legende auf der Spur

Nichts in Gubbio erinnerte mich bei meinem Besuch vor zwei Jahren an den gefährlichen Wolf, der die Menschen der umbrischen Stadt einst in Angst versetzt haben soll. Nur die geschlossenen und auffällig gestalteten doppelten Eingangstüren der Stadthäuser, die sogenannten „Türen des Todes“, ließen mich an die Legende denken, die von Franziskus von Assisi erzählt wird. Ein ungeheuer großer Wolf, wild und gefräßig, habe solchen Schrecken verbreitet, dass die Menschen ihre Häuser kaum noch verlassen hätten. Auf seinen Reisen sei Franziskus auch in diese Stadt gekommen. … Mehr Wenn sich geschlossene Türen öffnen… In Umbrien einer Franziskus-Legende auf der Spur

Warum es immer wieder Frühling wird. Persephone und die biblische Schöpfungserzählung. Eine religionspädagogische Überlegung

Wir sind in Jerusalem, über 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Ein Priester streift durch Jerusalem, besser durch das, was von der schönen Stadt noch übrig ist. Wenige Menschen leben noch in der Stadt. Sie sind unglücklich. „Wann ist die Not denn zu Ende“, fragen sie den Priester. Der Priester überlegt: Wie kann er die Menschen trösten? Ich möchte ihnen Mut machen und Hoffnung geben. Er überlegt. Um zu verstehen, warum die Dinge so sind, wie sie sind, ist es gut, sich an die Anfänge zu erinnern. Er setzt sich und schreibt einen Satz: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ … Mehr Warum es immer wieder Frühling wird. Persephone und die biblische Schöpfungserzählung. Eine religionspädagogische Überlegung

Wunderkind und Witwenzeit. Wenn der Weg zum Ruhm über Sorgen und Enttäuschungen führt. Gedanken am Grab von Clara Schumann

Sonntag, der 24. Mai 1896. Clara Schumann wird in Bonn an der Seite ihres Ehemannes bestattet. Fünf Tage zuvor, am Mittwoch, dem 20. Mai, war sie 76-jährig in Frankfurt in Anwesenheit zweier ihrer Töchter und eines Enkelsohnes verstorben. 125 Jahre nach diesem Ereignis stehe ich selbst an dieser Stelle. Wer war die Frau, die an diesem Tag zu Grabe getragen wurde? Wer war sie, deren Karriere als Wunderkind begonnen hatte und die als Ehefrau und Witwe von Robert Schumann, als kritische Herausgeberin seiner Werke und als Mutter von acht Kindern zur international gefeierten Klaviervirtuosin geworden war? … Mehr Wunderkind und Witwenzeit. Wenn der Weg zum Ruhm über Sorgen und Enttäuschungen führt. Gedanken am Grab von Clara Schumann

„Von Politik verstehe ich nicht viel.“ Sophie Scholl zeigt, dass auch ein vermeintlich unpolitischer Mensch in der Lage ist, für das Recht einzutreten.

Sophie Scholl wurde am 22. Februar 1943 hingerichtet. Zahlreiche Dokumente zu den letzten Tagen ihres Lebens sind öffentlich zugänglich. Sie zeigen, wie viele Menschen in diesen wenigen Tagen glaubten, keine Alternative zu haben, als dem Unrecht zu dienen. So konnte das System reibungslos funktionieren. Dass so viele Räder ineinandergriffen, kostete der aufrichtigen Studentin und ihren Freunden am Ende das Leben. … Mehr „Von Politik verstehe ich nicht viel.“ Sophie Scholl zeigt, dass auch ein vermeintlich unpolitischer Mensch in der Lage ist, für das Recht einzutreten.

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten.“ Wie aus der Ballade von der schönen Lore aus Bacharach ein Volkslied wurde

Gestern haben die Gäste auf dem weißen Rheinschiff noch Selfies vor dem Schloss Neuschwanstein gemacht, heute suchen sie die Spitze des Felsens nach einen Mädchen ab, das sich dort mit einem goldenen Kamm die Haare pflegt. Morgen werden sie im Schwarzwald eine Kuckucksuhr kaufen. Dann haben sie die drei Orte besucht, die – wie man ihnen gesagt hat – wie nichts anderes für das romantische Deutschland stehen. Woher rührt die Popularität des kahlen Schieferfelsens am Mittelrhein? … Mehr „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten.“ Wie aus der Ballade von der schönen Lore aus Bacharach ein Volkslied wurde

Die Vespa wird 75. Wie aus einem alltagstauglichen Roller eine Stilikone wurde

Am 23. April 1946 meldete der italienische Ingenieur Corradino D’Ascanio den Namen Vespa zum Patent an. Dem Motorroller ist in 75 Jahren eine seltene Karriere gelungen und noch zu Lebzeiten zur Legende geworden, weil ihr der seltene Spagat zwischen hoher Stückzahl und Singularität gelungen ist. … Mehr Die Vespa wird 75. Wie aus einem alltagstauglichen Roller eine Stilikone wurde

„Ich glaube eigentlich nicht an Wunder, aber mir sind im meinem Leben schon einige widerfahren.“ Ein Plädoyer für eine aufmerksame Spurensuche

Dass ein Flugzeug abstürzt, wenn die Technik völlig versagt, ist leider unvermeidlich. Wunder, die die Gesetze der Schwerkraft für einen Moment außer Kraft setzen, bleiben aus. Aber nehmen wir an, dass ein Mensch, nennen wir ihn Eric, mit diesem Flugzeug reisen wollte. Beim Check-In musste er feststellen, dass sein Ausweis abgelaufen war. Er hatte nicht daran gedacht, rechtzeitig neue Dokumente zu beantragen. Seine Vergesslichkeit rettete ihm das Leben. War das eine Laune der Natur oder eine wunderbare Rettung? … Mehr „Ich glaube eigentlich nicht an Wunder, aber mir sind im meinem Leben schon einige widerfahren.“ Ein Plädoyer für eine aufmerksame Spurensuche

„Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“ Tom und Ronni wollen alles über Martin Luther herausfinden. (3/4)

Martin Luther reiste nach Worms. Ein wenig fürchtete er sich. Man hatte ihm aber versprochen, dass er nicht verhaftet würde. Am 2. April verließ er Wittenberg mit einer Kutsche. Unterwegs machte er immer wieder Station und predigte in den Kirchen. Es war ein Dienstag, als er am 16. April in Worms eintraf. Am Stadttor wurde er abgeholt und zu seinem Quartier gebracht. Die ganze Stadt war auf den Beinen. Trotzdem ging es Martin gar nicht gut, er hatte furchtbare Bauchschmerzen, aber von seinem Pferdewagen winkte er den Menschen tapfer auf der Straße zu. … Mehr „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“ Tom und Ronni wollen alles über Martin Luther herausfinden. (3/4)

„Vater und Sohn“. Wie Erich Ohser der Diktatur listig die Stirn bot und den Kampf dennoch tragisch verlor

Erich Ohser schied am frühen Morgen des 6. April 1944 aus dem Leben. Uns Nachgeborenen ist Erich Ohser vor allem als Schöpfer der etwa 160 Karikaturen „Vater und Sohn“ bekannt, die zwischen 1934 und 1937 in wöchentlicher Folge in der Berliner Illustrirten Zeitung erschienen. Vordergründig bestehen seine beiden Antihelden kleine Abenteuer und vertreiben sich den Tag mit Späßen. Doch seine Karikaturen sind ebenso wenig unpolitisch wie Johanna Haarers Ratgeber für junge Mütter ideologiefrei war. … Mehr „Vater und Sohn“. Wie Erich Ohser der Diktatur listig die Stirn bot und den Kampf dennoch tragisch verlor