„Tue es in Gehorsam gegenüber mir.“ Ein handgeschriebener Brief des Franziskus von Assisi fordert Loyalität und meint Widerstand.

83 Worte, die Franziskus an seinen Mitbruder Leo richtete, ein knappes Schreiben mit großer Wirkungsgeschichte. Es erzählt eine wahrhaft evangelische Geschichte von Freiheit und Fürsorge, aber auch von Gehorsam und Ungehorsam. … Mehr „Tue es in Gehorsam gegenüber mir.“ Ein handgeschriebener Brief des Franziskus von Assisi fordert Loyalität und meint Widerstand.

Diplomaten, Dolmetscher, Dialogpartner? Religionslehrkräfte und ihre kirchliche Bevollmächtigung. Wie ich es sehe.

Religionslehrpersonen sind an staatlichen Hochschulen und Seminaren ausgebildet und unterrichten an öffentlichen Schulen. Dennoch erhalten sie am Ende ihrer Ausbildung eine Urkunde der Kirche, die sogenannte Vokationsurkunde. Sie sind jetzt „Vozierte“, „Berufene“. In welchen Verhältnis stehen sie nun zur Kirche, die sie nicht ausgebildet, aber bevollmächtigt hat? … Mehr Diplomaten, Dolmetscher, Dialogpartner? Religionslehrkräfte und ihre kirchliche Bevollmächtigung. Wie ich es sehe.

Nicht alles, was wahr ist, muss gesagt werden. Die drei Siebe des Sokrates, eine Goldene Regel im digitalen Zeitalter

Die Sozialen Medien geben uns die Möglichkeit, unser Leben wie auf einer Theaterbühne zu leben. Wir können den Vorhang geschlossen halten oder öffnen. Wenn wir ihn hochziehen, ist uns ein kleines oder großes Publikum für einen Moment gewiss. Doch ist es gut, nützlich und wahr, was ich dort veröffentliche? Ich danke Sokrates für seine Entscheidungshilfe. … Mehr Nicht alles, was wahr ist, muss gesagt werden. Die drei Siebe des Sokrates, eine Goldene Regel im digitalen Zeitalter

Original, Kopie oder Fälschung? Friedrich Schiller, sein Schreibtisch und das KZ Buchenwald

Im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Buchenwald fällt mein Blick auf ein Spinett, einen Bücherschrank, fünf hölzerne Transportkisten und einen Schreibtisch aus Holz. Ich lese: Sie gehörten einst zu einem der größten Söhne der Stadt, dem Dichter Friedrich Schiller. Warum – so frage ich mich – findet sich der Schreibtisch Schillers im ehemaligen Konzentrationslager? … Mehr Original, Kopie oder Fälschung? Friedrich Schiller, sein Schreibtisch und das KZ Buchenwald

„Dass man seine Weibsnatur jeden Tag von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekommt…“ Vor 175 Jahren starb die Komponistin Fanny Hensel.

Es ist der 9. Juli 1846. Fanny Hensel sitzt am Schreibtisch ihres sonnendurchfluteten Berliner Arbeitszimmers in der Leipziger Straße. Sie arbeitet an einem Brief. Der Empfänger dieses Schreibens ist ihr kongenialer und in ganz Europa gefeierter Bruder Felix Mendelssohn Bartholdy. Die beiden verbindet eine innige Geschwisterbeziehung. Heute teilt sie ihm eine Entscheidung mit, die zehn Jahre reifen musste. Sie ringt um Worte. … Mehr „Dass man seine Weibsnatur jeden Tag von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekommt…“ Vor 175 Jahren starb die Komponistin Fanny Hensel.

Himmel, Hölle und Humor. Wie Desmond Tutu erst Späße über das Jüngste Gericht macht und dann die Gretchenfrage stellt.

Desmond Tutu zum Dalai Lama: Wenn zwei Angehörige unterschiedlicher Religionen in einem Sarg liegen würden, wohin würde ihre Reise gehen? Hätten sie ein gemeinsames Ziel? „Ich wäre in den Himmel gekommen“, feixt Tutu und fragt den Dalai Lama: „Und wohin hätte es dich wohl verschlagen?“ „Höchstwahrscheinlich in die Hölle“, antwortet der. … Mehr Himmel, Hölle und Humor. Wie Desmond Tutu erst Späße über das Jüngste Gericht macht und dann die Gretchenfrage stellt.

„Christ ist erstanden.“ Als Fanny Hensel den Choral in ihren Klavierzyklus „Das Jahr“ aufnahm, war das weniger ein österlicher Lobpreis, eher eine Verbeugung vor zwei verehrten Vorbildern.

„Jetzt mache ich eine andere kleine Arbeit, an der ich viel Spaß habe, nämlich eine Reihe von 12 Clavierstücken, die die Monate vorstellen sollen.“ Das schrieb Fanny Hensel im Jahr 1841 an ihren Bruder Felix Mendelssohn. Als die „kleine Arbeit“ beendet war, lag ein fast einstündiger Klavierzyklus aus 12 Monatssätzen (plus einem Epilog) vor ihr, eines ihrer umfangreichsten Kompositionen unter ihren vielen Meisterwerken. Tragischerweise wurde er zu ihren Lebzeiten nie öffentlich aufgeführt. … Mehr „Christ ist erstanden.“ Als Fanny Hensel den Choral in ihren Klavierzyklus „Das Jahr“ aufnahm, war das weniger ein österlicher Lobpreis, eher eine Verbeugung vor zwei verehrten Vorbildern.

„O Welt, ich muss dich lassen.“ Wie ein Lied der Wanderburschen zu einem Passions- und Beerdigungschoral wurde. Sechs Stationen einer Melodie

Ende des 15. Jahrhunderts. Auf Festen lernen die Mädchen von Innsbruck die Handwerkerburschen kennen, die in die Stadt gekommen sind. Eines der Lieder dieser Zeit ist bis heute bekannt und hat sich selbst auf Wanderschaft begeben. Die Stationen dieser Karriere heißen Heinrich Isaac, Paul Gerhardt, Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms. … Mehr „O Welt, ich muss dich lassen.“ Wie ein Lied der Wanderburschen zu einem Passions- und Beerdigungschoral wurde. Sechs Stationen einer Melodie

Die Uraufführung von Händels Messias vor 280 Jahren kam zwei Krankenhäusern zugute. Seitdem ist das Werk ein Symbol für Wohttätigkeit.

Anlässlich dieses Jubiläums in Zeiten von Krieg und Pandemie darf daran erinnert werden, dass die Uraufführung des Messias, die sich dieser Tage zum 280. Mal jährt, ein Benefizkonzert war, dessen Erlös unter anderem zwei Krankenhäusern zugute kam: dem Mercer’s Hospital in der Stephen’s Street and der Charitable Infirmary am Inns Quay. Händel führte sein Konzert jährlich einmal für einen guten Zweck auf. Die Einnahmen gingen an ein Kinderheim in London. … Mehr Die Uraufführung von Händels Messias vor 280 Jahren kam zwei Krankenhäusern zugute. Seitdem ist das Werk ein Symbol für Wohttätigkeit.

Lichter, Tauben, achtsam gehen. Als eine ganze Schule den Frieden herbeisehnte. Ein christlich-inklusives Ritual

Wenn Lernende und Lehrende gleichermaßen ihren Wunsch nach Frieden ausdrücken wollen, ist das ein Anlass für ein Ritual der ganzen Schule. Anders als ein Gottesdienst sollen es Glaubende und Nichtglaubende gleichermaßen mitvollziehen können. Dennoch muss es nicht auf religiöse Elemente verzichten. Ein Projektbericht … Mehr Lichter, Tauben, achtsam gehen. Als eine ganze Schule den Frieden herbeisehnte. Ein christlich-inklusives Ritual