War Beethovens Metronom in Reparatur? Das Rätsel um das teuflische Tempo im Schlusssatz von Beethovens Vierter

Langsamer Beginn, rasend schneller Schlusssatz. Diese Sinfonie ist eine Komposition der Extreme. Wieder reizte Beethoven die Spielräume, die ihm die musikalische Form gab, bis an ihre Grenzen aus, um sie in seiner letzten großen Sinfonie schließlich ganz zu sprengen. … Mehr War Beethovens Metronom in Reparatur? Das Rätsel um das teuflische Tempo im Schlusssatz von Beethovens Vierter

„Nicht darüber reden. Es war eine schreckliche Zeit.“ Wie der Kniefall von Warschau mit einem Tabu brach.

CC BY Horst HellerPDF-Version dieses Artikel als Download In diesen Tagen jährt sich das Gedenken an Willy Brandts symbolischen Kniefall vor dem Denkmal des Aufstandes im Warschauer Ghetto zum 50. Mal. Er ist in der kollektiven Erinnerung weniger präsent als das berühmte deutsch-französische Treffen auf den Schlachtfeldern von Verdun, wo sich Francois Mitterrand und Helmut … Mehr „Nicht darüber reden. Es war eine schreckliche Zeit.“ Wie der Kniefall von Warschau mit einem Tabu brach.

„Weihnachtsoratorium, du fehlst mir!“ Zwölf Fragen an Johann Sebastians Meisterwerk

In diesem Jahr ist alles anders. Konzertsäle sind geschlossen und werden in diesem Jahr nicht mehr öffnen. Für mich kein Grund, auf „mein“ Weihnachtsoratorium zu verzichten. Ich habe versucht, meinem musikalischen Begleiter der Adventszeit einmal historisch, musikalisch und theologisch auf dem Grund zu gehen. … Mehr „Weihnachtsoratorium, du fehlst mir!“ Zwölf Fragen an Johann Sebastians Meisterwerk

„Wozu die Friedhofsmauer? Die drinnen sind, können nicht hinaus, die draußen sind, wollen nicht hinein.“

Wo wir nach Ende unseres Lebens hingehen, gibt es kein Eigentum. Doch an dem Ort, an dem wir der Menschen gedenken, die von uns gegangen sind, wird noch streng auf Mein und Dein geachtet. Womit wir die Gräber der Verstorbenen gießen, ist privates Eigentum der Lebenden. Meine Impressionen auf den dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin. … Mehr „Wozu die Friedhofsmauer? Die drinnen sind, können nicht hinaus, die draußen sind, wollen nicht hinein.“

Fahrzeug, Führerschein und Landkarte – Fünf Selbstverständlichkeiten des digitalen Lernens

Distanzlernen in der Zeit der Schulschließung war Bildung im Ausnahmezustand. Zentral erscheint es, die Krisenhaftigkeit der Pandemie-Situation nicht zu unterschlagen. Das Lernen fand nicht zu Hause statt, weil die digitalen Mittel diesen Weg ermöglichen, sondern weil die Infektionsgefahr den Lerngruppen keine andere Wahl ließ. Home Learning und Tele Teaching eröffneten neue Möglichkeiten. Doch die Qualitätskriterien für guten Unterricht gelten auch in der digitalen Bildung. … Mehr Fahrzeug, Führerschein und Landkarte – Fünf Selbstverständlichkeiten des digitalen Lernens

„Entscheidend ist, dass es ein einziges Buch ist.“ Warum wir die Unterscheidung zwischen Antijudaismus und Antisemitismus aufgeben sollten

Wenn Antisemitismus ein Buch ist, dann besteht es aus vielen Kapiteln. Eines der Kapitel, an dem auch Martin Luther mitgeschrieben hat, ist der kirchliche Antijudaismus. Weitere Kapitel untersuchen den nationalistischen und den rassistischen Antisemitismus, den Vernichtungs-Antisemitismus des Nationalsozialismus, den antizionistischen, den muslimischen sowie den Antisemitismus der Gegenwart, der ebenfalls rechtsextreme Wurzeln hat. Ob auf dem Titel des Buches Antijudaismus oder Antisemitismus steht, ist letztlich nicht wichtig. Entscheidend ist, dass es EIN Buch ist. … Mehr „Entscheidend ist, dass es ein einziges Buch ist.“ Warum wir die Unterscheidung zwischen Antijudaismus und Antisemitismus aufgeben sollten

Die Suche nach Gott – oder: Wer von uns beiden ist weise?

Die Geschichte von den Menschen, die einen Elefanten tastend zu erkennen glauben, stammt aus Indien. Sie ist ein Gleichnis für die schwierige Suche nach Gott und zugleich ein Bild für die Religionen. Sie alle fragen nach der Wahrheit. Und ihre Antworten fallen höchst unterschiedlich aus. … Mehr Die Suche nach Gott – oder: Wer von uns beiden ist weise?

Der angestochene Lindwurm, der nicht ersterben wollte. Das Werk, das das Publikum erschreckte, gilt heute als graue Maus – zu Unrecht: Beethovens Zweite

Das Wiener Publikum fand Beethovens 2. Sinfonie zu lang und zu dramatisch. Es kannte ja noch nicht den „Lindwürm“ 3. Sinfonie, noch nicht die (fälschlich) so genannte Schicksalssinfonie, die schon eher“ wüthend um sich schlägt“, und schon gar nicht die 9. Sinfonie mit dem Schlusschor, die tatsächlich nicht sterben sollte. … Mehr Der angestochene Lindwurm, der nicht ersterben wollte. Das Werk, das das Publikum erschreckte, gilt heute als graue Maus – zu Unrecht: Beethovens Zweite

Die Lokomotive und ihre Fahrt zum Bildungziel – ein Gleichnis

Es soll Bahn-Manager gegeben haben, die über eine Erhöhung der Reisegeschwindigkeit oder eine Verkürzung die Zughalte nachgedacht haben. Sie wollten die Effizienz der Arbeit der Lokomotive erhöhen und Zeit gewinnen. Aber diese Menschen haben wohl nie einen Zug gefahren und sie verstehen nichts von Lokomotiven. … Mehr Die Lokomotive und ihre Fahrt zum Bildungziel – ein Gleichnis