„Wir wissen, dass der Mensch im Grunde gut ist.“ Wie Desmond Tutu die christliche Anthropologie vom Kopf auf die Füße stellte.

Als die beiden Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und sein Freund, der tibetanische Dalai Lama, im April 2015 letztmalig zusammentrafen, sprach er es aus: Der Mensch ist im Grunde gut. Handelt er nicht einmal nicht gut, sei das die Ausnahme. Für einen in christlicher Theologie gründlich ausgebildeten Erzbischof ist das eine erstaunliche Aussage. Besonderen Augenmerk verdient aber … Mehr „Wir wissen, dass der Mensch im Grunde gut ist.“ Wie Desmond Tutu die christliche Anthropologie vom Kopf auf die Füße stellte.

„Du sollst nicht töten!“ Die Geschichte zweier mutiger Hebammen, die das verstanden hatten, als noch ein anderes Gesetz galt. Gedanken zur biblischen Geschichte von Mose (2)

So lautet das Gesetz des Pharao in der ägyptischen Gefangenschaft: „Die Knaben müssen sterben, die Mädchen dürfen leben!“ Ausgerechnet die Hebammen sollen die Ermordung durchführen. Zweien von ihnen, die sich dem Gesetz des Todes mit Mut und einer klugen Notlüge widersetzen, hat das 2. Buch Mose ein Denkmal gesetzt. … Mehr „Du sollst nicht töten!“ Die Geschichte zweier mutiger Hebammen, die das verstanden hatten, als noch ein anderes Gesetz galt. Gedanken zur biblischen Geschichte von Mose (2)

Das große Gähnen. Ist Religionsunterricht etwas, aus dem man herauswächst wie aus Kinderkleidern? Ein Dialog zweier Betroffener

Jüngere Schülerinnen und Schüler tauchen noch gerne in die Welt der Bibel und ihre Erzählungen ein. Im Religionsunterricht älterer Schülerinnen und Schüler nehmen Lehrpersonen eine Melange aus Desinteresse und Skepsis wahr. Woran liegt es, dass religiöse Fragen bei vielen Jugendlichen das große Gähnen auslösen? Eine Religionslehrerin und ein Religionslehrer wollten sich nicht damit abfinden, haben Überlegungen zu den Ursachen angestellt und über Wege zur Lösung nachgedacht. Sie sind in einen Dialog eingetreten. … Mehr Das große Gähnen. Ist Religionsunterricht etwas, aus dem man herauswächst wie aus Kinderkleidern? Ein Dialog zweier Betroffener

„Ich bin da.“ Ein Name aus vier Buchstaben ist ein Geheimnis und zugleich eine Offenbarung. Gedanken zur biblischen Geschichte von Mose (1)

Aus dem Lateinunterricht unserer Schulzeit wissen wir: Fehlerfrei richtig übersetzt bedeutet nicht gut übersetzt. Wie aber ist der ungewöhnlich Name Gottes zu übertragen, den Mose am Dornbusch hört? … Mehr „Ich bin da.“ Ein Name aus vier Buchstaben ist ein Geheimnis und zugleich eine Offenbarung. Gedanken zur biblischen Geschichte von Mose (1)

„Fatto per la notte di Natale“ – Wer war Archangelo Corelli?

Er war ein Zeitgenosse von Bach und Händel. Sein Ansehen zu Lebzeiten aber war weit größer als das ihre, sein Ruhm als Virtuose und Komponist strahlte über die Grenzen Italiens hinaus. Sein Grabmahl findet sich an der Seite des Malers Raffael und zweier Könige. Wer war Archangelo Corelli? … Mehr „Fatto per la notte di Natale“ – Wer war Archangelo Corelli?

Caffè sospeso – der „Kaffee in der Schwebe“. Warum ein glücklicher Mensch in der Weihnachtszeit einem Unbekannten einen Kaffee bezahlt

In Napoli ist es bis heute in der Weihnachtszeit Tradition, einem Armen einen Kaffee im Voraus zu bezahlen. Der Name des Spenders wird auf einer Tafel festgehalten. Kommt ein Bedürftiger vorbei, trinkt er den Caffè, den ein unbekannter Spender bezahlt hat. So habe ich im Café Napoli auch einen Caffè Sospeso bezahlt. … Mehr Caffè sospeso – der „Kaffee in der Schwebe“. Warum ein glücklicher Mensch in der Weihnachtszeit einem Unbekannten einen Kaffee bezahlt

Weihnachtsstern aus Stacheldraht, oder: Die Krippe von Wietzendorf

Für viele der 6000 italienischen Kriegsgefangenen war es schon der zweite Winter in Gefangenschaft im niedersächsischen Wietzendorf. Die Lebensbedingungen in diesem Lager waren unmenschlich. Es war winterlich kalt, feucht und dunkel. Die Verpflegung, wenn man sie denn so nennen konnte, war rationiert oder blieb ganz aus. Kranke wurden nicht versorgt. Hunger und Einsamkeit kamen hinzu. … Mehr Weihnachtsstern aus Stacheldraht, oder: Die Krippe von Wietzendorf

„Mir ist grad nicht nach „Jauchzet, frohlocket!“ zumute. Eine Anfrage an Johann Sebastians Weihnachtsoratorium

In der Zeit des Barock, in der das Weihnachtsoratorium komponiert wurde, waren die Gefahren von Krankheiten und Krisen sehr präsent. Wenn das Weihnachtsoratorium in den Gottesdiensten der Stadt Leipzig dennoch erklang, war das ein gesungener Protest gegen die Depression: „Lasset das Zagen, verbannet die Klage!“ … Mehr „Mir ist grad nicht nach „Jauchzet, frohlocket!“ zumute. Eine Anfrage an Johann Sebastians Weihnachtsoratorium

90 Jahre Pünktchen und Anton. Wie ein kleines Mädchen dem Lehrer ihres Freundes hilft, sein pädagogisches Koordinatensystem neu auszurichten

Mit Herzklopfen begibt sich das Pünktchen auf dem kürzesten Weg zum Lehrerzimmer und lässt sich zu Herrn Bremser führen. So beginnt das achte Kapitel von Erich Kästners Kinderbuch Pünktchen und Anton. das am 26. November 1931 erschien. Mit dem Lehrer ihres Freundes Anton beginnt das kleine Mädchen ein Gespräch, das der erfahrene Pädagoge noch nicht erlebt hat. … Mehr 90 Jahre Pünktchen und Anton. Wie ein kleines Mädchen dem Lehrer ihres Freundes hilft, sein pädagogisches Koordinatensystem neu auszurichten

Am Volkstrauertag denke ich an Hugo. Er starb nicht für Deutschland. Er starb.

Am 4. Januar 1927 wurde meinen Großeltern ein Junge geboren, der mein Onkel hätte werden können. Sie gaben ihm den Namen Hugo. In den letzten Kriegsmonaten wurde er, gerade 18 Jahre alt, nach einer kurzen militärischen Ausbildung noch Köln kommandiert. Am 1. April 1945 geriet er im Rheinland zunächst in Gefangenschaft. Am 19. September starb er unter ungeklärten Umständen in Frankreich. Ist der Tod, den er starb, ein besonderer Tod? Unzählige Denkmäler wollen uns das glauben machen. … Mehr Am Volkstrauertag denke ich an Hugo. Er starb nicht für Deutschland. Er starb.