„All‘ Imperatore Indimenticabile – dem unvergesslichen Kaiser“

Blumen am Grab des Kaisers in Palermo

Der Stauferkaiser Friedrich II. wird sowohl in Deutschland als auch in Süditalien noch immer als moderner und aufgeklärter Herrscher verehrt. Zweifellos war er hochgelehrt und ein begabter Staatslenker. Er schaffte es jahrelang dem Papst zu widerstehen und konnte einen Kreuzzug ohne Anwendung von Gewalt beenden.

Der Dom von Palermo, Grabstätte Friedrichs

Doch dieses scheinbar aufgeklärte Bild wird verdunkelt durch die Gewalt, mit der seine Ansprüche durchsetzte. Widerstand und Widerspruch sanktionierte er bis in die eigene Familie hinein mit einer im Mittelalter beispiellosen Grausamkeit. Die kulturelle Offenheit und religiöse Toleranz seines Großvaters, des Normannenkönigs Roger II. von Sizilien, war ihm fremd.

Den Kaiser, der sich so selten (und vielleicht auch so ungern) in Deutschland aufhielt, verbindet übrigens auch etwas mit der Pfalz. Als deutscher König machte er sich im November 1219, also vor gut 800 Jahren, auf die Reise nach Rom, wo er sich von Papst Honorius zum Kaiser krönen lassen wollte. Auf der Durchreise verlieh er der Gemeinde Annweiler am Fuße der Reichsburg Trifels die Stadtrechte. Seine Bewohner waren nun freie Bürger und keinem lokalen Fürsten mehr untertan.

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