Die Grabeskirche in Jerusalem bleibt an Ostern geschlossen. Welch bittere Metapher!

Die Grabeskirche in Jerusalem befindet sich – der Legende nach – genau über dem Grab Jesu. Mehrere christliche Konfessionen teilen sich das Gotteshaus – nicht immer friedlich. Die Schlüssel verwahren aber schon seit Jahrhunderten zwei muslimische Jerusalemer Familien. Die tägliche Öffnung geschieht nach einem festen Ritual. Dieses unterbleibt zur Zeit, auch am Ostermorgen. Der Zugang zum Grab Jesu bleibt verschlossen. Ein trauriges Symbol.
Und dennoch gibt es Hoffnung. Sie kommt von Wajeeh Nuseibeh, einem der Türwächter. Er sagt: „Wir leben wie Brüder mit unseren christlichen Nachbarn und Freunden hier. Wir feiern die Feiertage zusammen und wenn jemand stirbt, dann gehen wir zu den Beerdigungen. Wir sind wie eine Familie.“

Wie kommt es, dass seit der Zeit der Kreuzzüge der Schlüssel im Besitz zweier muslimischer Familien ist? https://www.deutschlandfunkkultur.de/grabeskirche-in-jerusalem-der-herr-der-schluessel.1278.de.html?dram:article_id=316220

Bilder meines Besuches im Jahr 2019:

Wegen Corona sind die Pilgerströme versiegt. Es bleiben aber noch mehrere Möglichkeiten, das Gotteshaus virtuell zu besuchen.

Wie alle Online-Medien sind nicht alle Elemente dieser Videos vorbildlich. Nicht immer werden historische Vermutungen auch als Hypothesen oder Deutungen gekennzeichnet.

Theologische und didaktische Gedanken zur Passion Jesu finden sich auf http://www.horstheller.de: https://horstheller.wordpress.com/2020/03/14/fur-mich-hatte-er-nicht-sterben-mussen-ich-hatte-auch-so-an-ihn-geglaubt-die-deutung-des-todes-jesu-aus-religionspadagogischer-sicht/