Befreit: Addio Pizzo

Einigen Regionen in Kalabrien ist es gelungen, die Krake abzuschütteln, die die Dörfer Jahrzehnte lang im Würgegriff hielt. Sie schöpfte von Initiativen und Investments den Rahm ab, steuerte die Verwaltung, verhinderte Konkurrenz und war das entscheidende Hemmnis jeder Entwicklung. Nun ist das böse M-Wort ist nun kein Tabu mehr. Es wird laut ausgesprochen.

Kooperativen entstehen, Menschen werden aktiv. Die Gemeinschaft reibt sich die Augen, aber noch nicht alle sind überzeugt. Denn der Umbruch geschieht ganz langsam. „Können wir auch ohne die Krake unser öffentliches Leben organisieren?“

Doch die Krake ist nicht tot, sie ist nur verletzt und entsprechend vorsichtig. Irgendwann wird sie sich erholen und zurückkehren. Darauf gilt es sich nun vorzubereiten. Ist die Zivilgesellschaft dann stark genug, um „No pizzo“ zu sagen? Dann heißt es zusammenzuhalten. Dann gibt es keine Ausreden mehr.

Skeptiker und Pessimisten gibt es mehr als genug. Doch die helfen nicht weiter. „Wir sind das Volk!“ Hier passt die Parole aus 1989.

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